Der IFA 2009 Messebericht

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IFA 2009 - nichts bahnbrechend neues aber sinnvolle Modellpflege. Flache Bildschirme soweit das Auge reicht und eine 3D Vorführung  hatten fast alle Hersteller von Bildschirmen und/oder Projektoren. Geringer Stromverbrauch war auch ein großes Thema so daß viele Hersteller auch eine "grüne" Ecke auf ihrem Stand hatten.

Erster Stop war Mitsubishi, die 2 neue Geräte hatten. Zum einem den HC 6800 als Nachfolger des 6500 mit höherer maximaler Lichtausbeute und mit dem HC 3800 eine neue Eigenentwicklung im DLP Bereich, die die lange DLP Tradition der HC 3000 und 3100 Geräte im Full HD Segment fortsetzt. 

Lobend muß man erwähnen, daß Mitsubishi die Präsentation des HC 6800 in einem konsequent schwarz gehaltenen Raum auf einer rund 3m breiten Leinwand durchgeführt hat. Die höhere Helligkeit war sehr wohl zu sehen. Sehr schön war, daß der gute Schwarzwert des HC 6500 nicht darunter gelitten hat, eine Folge des Einsatzes der Diamond Black Iris aus dem HC 7000. Um die Besitzer eines HC 6500 zu beruhigen, Sie haben weiterhin ein tolles Gerät. Wie bereits erwähnt der HC 6800 ist sinnvolle Modellpflege nichts bahnbrechend neues. Durch die höhere maximale Helligkeit wird die mögliche Bildbreite nur etwas größer. Die reine Bildqualität ist gleich geblieben auch die Aufstellungsflexibilität hinsichtlich Zoombereich und Lensshift hat sich nicht verändert. Eine Neuigkeit wird es im Modelljahr 2009/2010 allerdings für HC 6800 und 7000 geben. Gegen einen Aufpreis von 150 - 200 Euro (steht noch nicht genau fest) werden beide Geräte auch in weiß erhältlich sein. Entsprechende Muster waren auf der IFA schon zu sehen. Die UVP des HC 6800 liegt bei 2.499,00 Euro.

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Der HC 3800 wurde am Montag "leider" nur mit Animationfilmen gezeigt. Er lieferte allerdings eine ganz überzeugende Darbietung ab, das Bild war sehr rauscharm, da haben wir bei Full HD DLPs im unteren und mittleren Preissegment schon ganz andere Dinge gesehen. Hervorzuheben ist der für DLPs recht große 1,5 fache Zoombereich von 1,4 - 2,1 : 1. D.h. das 2m breite Bild wird erreicht aus einer Distanz von 2,9 bis 4,1 Metern. Somit ist das Gerät weder besonders weitwürfig noch extrem weitwinkelig. Es wird in vielen Räumen passen. Verzichten muß man allerdings auf einen Lensshift. Der Offset bewegt sich im gleichen Bereich wie bei den früheren 720p DLP aus gleichem Hause. Die Preisempfehlung des HC 3800 liegt bei 1.399,00 Euro. Somit ein sehr günstiger Einstieg in die Full HD Welt mit hoher Aufstellungsflexibilität, etwas worauf man bei vielen anderen DLPs in dieser und günstigeren Preisklassen verzichten muß. Auch die Lautstärke von 25dB liegt unter der Lautstärke der meisten Mitbewerber. Mit seinen 1.300 Ansilumen ist er der ideale Wohnzimmerprojektor, die 5.000h Lampenlebensdauer (Herstellerangabe) schonen den Geldbeutel auch bei intensiven Gebrauch.

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Zweiter Stop war der Stand von JVC. Wer angereist war um die beiden neuen D-ILA Perlen in perfekter dunkeler Umgebung zu sehen wurde leider enttäuscht. Aufgebaut waren 2 HD 950 die dem aktuellen Trend folgend 3D Bilder aus Hawaii zeigten (jedenfalls am Montag). Eine Beurteilung der Bildqualität ließ das leider nicht zu und man wird warten müssen, bis die ersten Geräte ausgeliefert werden. Wie wir bereits an anderer Stelle unserer Homepage erwähnt hatten wird sich hinsichtlich Kontrast und Helligkeit nichts zu den bisherigen Geräten 350 und 750 ändern, lediglich die Zwischenbildberechnung ist als neues Feature hinzugekommen. Inwieweit fehlerfrei das ganze ist (im Zusammenhang mit Epson dazu noch mehr) läßt sich nicht beurteilen, da es auf der Messe nicht gezeigt wurde. Aber JVC hat nicht nur Projektoren sondern auch Flachbildfernseher und hier wurde (zunächst als Studie) eine sehr passende Integration eines Flachbildfernsehers in ein Wohnzimmerregal gezeigt.

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Nächster Stop Epson.

Der Epsonstand war hauptsächlich nur für Fachbesucher geöffnet (Ausnahme Wochenende). Gezeigt wurden die beiden neuen Projektoren TW 4400 und TW 5500. Hier kann man von sehr effektiver Modellpflege sprechen. Der Vorführraum war perfekt abgedunkelt und ließ so eine echte Beurteilung zu. 2 wesentliche Dinge wurden überarbeitet und in beide Projektoren eingebaut. Die Zwischenbildberechnung des TW 5000 war wie allgemein bekannt ist, von Perfektion recht weit entfernt. Die Ursache lag aber nicht daran, daß die Programmierer dieser Funktion zu dämlich waren, nein es fehlte schlichtweg die Rechenpower um in Echtzeit bis zu 5 Bilder zwischenzuberechnen, die vorher nicht vorhanden waren. Durch einen Austausch des Chipsatzes ist diese Rechenpower nun vorhanden und in beiden Geräten arbeitet eine wohl perfekte Zwischenbildberechnung. Jedenfalls konnte ich auch bei schwierigen Szenen wie der x-mal gesehenen Autofahrt von James Bond zum Hotel auf den Bahamas am "Obststand" keine Fehler ausmachen. Es gibt nachwievor verschiedene Modi, die wirklich gut nutzbar sind. In den unteren Modi bleibt auch der Filmlook weitestgehend erhalten, in der höchsten Stufe ist der "Soaplook" aber nicht zu verleugnen. Für Animationsfilme oder Fußball aber bestimmt sehr interessant.Da kann man nur Bravo sagen.

Das zweite Highlight der beiden Epson Projektoren ist etwas, was sich Super Resolution nennt. Was ist Super Resolution? Bei der Super Resolution wird die Farbumgebung jedes einzelnen Pixels in Echtzeit auf sog. Blur (Unschärfen) überprüft und bei Bedarf korrigiert. Das Resultat ist ein dramatischer Schärfegewinn (unser Video im Videotagebuch ist da in keinster Weise geschönt, das ist Echt). In dunkelen Szenen wie der Außenaufnahme der Zugfahrt in Casino Royale ist es aber nicht nur ein Schärfegewinn sondern auch ein deutlicher Kontrastgewinn. Das Bild wirkt dadurch allerdings nicht digital künstlich überschärft sondern einfach nur scharf und knackig. Das funktioniert übrigens auch mit DVDs.

Der TW 5500 ist noch einen Hauch schwärzer als der TW 4400 und das nicht nur äußerlich. Gegenüber dem Vorgänger TW 5000 ist das Gehäuse aber nicht mehr glänzend sonder Mattschwarz. Der TW 4400 ist mit seinem weißen Gehäuse sehr wohnraumtauglich und gegenüber seinem Vorgänger TW 3800, der eine Schwarzdarstellung nicht wirklich konnte auf einem Schwarzniveau was wohl dem TW 5000 entspricht. Die Zahlenwerte die Epson nennt sind mit Dynamisch  200.000 und 130.000:1 sehr hoch und entsprechendes wurde auch schon gemessen, in der täglichen Praxis ist das Auge des einzelnen entscheidender und ob 200.000 oder 180.000:1 ist wahrscheinlich egal. Der Eindruck den beide Geräte hinterlassen haben wäre auch ohne diese Zahlenwerte hervorragend gewesen und kann wohl unter "bestes projiziertes Bild der gesamten Messe" abgelegt werden.

 

Nächster Stop Sony.

Ein Querschnitt durch die gesamte Produktpalette des Großkonzerns. Natürlich auch diverse 3D Anwendungen - ob Film oder Playstation 3 Spiel. Aufhorchen bei der 3D Präsentation ließ mich der Ausspruch einer älteren Frau zu ihrem Mann "Soll ich jetzt immer mit Brille fernsehen?" Hier besteht auch m.E. noch der größte Raum für die Weiterentwicklung von 3D - das Thema Brille wird u.U. viele abschrecken.

Projektorentechnisch gab es noch eine ganz interessante Vorführung des neuen Sony VW 85. Wie sie von uns wissen sind die Sonyprojektoren leider ein schwieriges Thema aus Vertriebssicht. Die Vorführung von Sony war auch nicht in erster Linie auf den Projektor bezogen sondern nannte sich Audiovorführung. Neben einer Stereo CD Präsentation gab es aber eben auch einen Film- (Bold) und Konzertausschnitt. Der Raum war sehr gut abgedunkelt. Mit einem angegebenen Kontrastverhältnis von 120.000 : 1 war die Erwartungshaltung sehr hoch. Die Durchzeichnung des Projektors in dunkelen Bereichen war gut aber nicht allesüberragend und in hellen Bildbereichen wurde  ein "altes" Sonyproblem wieder sichtbar, was auch schon die Vorgänger VW 100 und VW50 hatten, das Überstrahlen bei Szenen mit Mischinhalten. Die Gammakorrektur des Projektors in Verbindung mit der Iris macht hier immer den entscheidenden Schritt zuviel und neigt zum Überstrahlen sehr heller Bildinhalte bei Mischbildern, somit gehen Details verloren.

 

Nächster Stop Pioneer.

Flachbildfernseher gibt es ja nicht mehr im Neuheitenprogramm und so beschränkte sich der Messeauftritt von Pioneer auf den Audiobereich (ich zähle mal BluRay Player jetzt dazu). Die Receiverneuheiten SC LX 72 / 82 wurde ebenso gezeigt wie die neuen BluRay Player und die reinen Stereogeräte aber natürlich auch die kleineren AV Receiver . Eine Messe ist leider in der Regel eine schlechte Möglichkeit tatsächliche Klangqualität zu genießen, aber dafür gibt es bei uns in den Studios in Kaarst und Jesteburg ausreichend Gelegenheit dazu.

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Nächster Stop Sharp

Interessant war die Präsentation der 700E Serie von LED Backlight LCD Fernsehern die ab sofort bei GROBI Nord in Jesteburg vorgeführt werden können. Wirklich gute analog wirkende LCD Bilder mit Tiefe. Im speziellen Artikel über diese Geräte auf unserer Homepage gehen wir noch etwas mehr  in die Tiefe.

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Das soll es zunächst gewesen sein. Mein Kollege Schappert wird u.U. noch das ein oder andere ergänzen. Sollte Sie zu den hier genannten Produkten oder auch zu anderen Sachen Fragen haben, rufen Sie uns einfach an. 04183 975 436 für Jesteburg oder 02131 769 412 für Kaarst.

Ihr GROBI Team

 

 

 

  

 

 

 

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