Sim2 Mico 50 (LED Full HD) - GROBI Nord on Tour

GROBI Nord on Tour - Bei den "Heimkinoeulen" (kleiner Insider) in OWL (Ost-Westfalen-Lippe)

Nachdem wir am Freitag und Samstag am vergangenen Wochenende den Sim 2 Mico 50 in Jesteburg gezeigt hatten, waren wir am Montag mit dem Projektor dann auf Tour um ihn dem Heimkinoclub OWL vorzustellen.

Getroffen wurde sich beim Mitglied Garfield (vielen Dank an die vorzügliche Bewirtung). Mit dem Sim 2 wurde ein Projektor ähnlicher Preis- und Helligkeitsklasse verglichen - der Sony VPL VW 200 mit Xenon Lampe. Der Vergleich brachte einige Überraschungen zu Tage, die so von keiner Seite erwartet wurden. Dazu später mehr.

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2 Boliden im Vergleich - oben der Sony - unten der Sim 2.

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Der Heimkinoclub OWL beim kritischen Vergleich der beiden Projektoren. In der Mitte beim Objektivzuhalten Oliver Sauermann von GROBI Nord.

Natürlich gibt es bei insgesamt 8 anwesenden Personen verschiedene Meinungen. Übereinstimmend kam man aber zu folgendem Fazit:

Die Werksangabe von 800 Ansilumen war kaum zu glauben. Der vom Hersteller mit gleicher Lumenzahl angegebene Sony war subjektiv nicht  halb so hell wie der Sim. Ein Großteil ist hier natürlich der Xenonlampe geschuldet, die nach 700 Stunden mindestens die Hälfte ihrer Anfangshelligkeit eingebüßt hat. Der Sim hatte 145 Betriebsstunden auf der Uhr. Die gezeigte Helligkeit wird  allerdings auch nach 20.000 Stunden noch erreicht. (Die Lebensdauer der LEDs ist seitens Sim2 konservativ mit 30.000 h angegeben, der Helligkeitsverlust danach soll bei 10% liegen - andere Hersteller nennen noch höhere Zahlen). Ein anderer Grund für die als sehr hoch empfundene Helligkeit ist der Helmholtz-Kohlrausch Effekt, der gesättigte Farben immer deutlich heller erscheinen läßt als ungesättigte Farben. Das Gerät wurde vor dem Test natürlich auf die Videonorm D65 kalibriert und auch der Farbraum wurde auf den HDTV Farbraum angepaßt. 

Neben dem immensen Helligkeitsvorteil war der größte Unterschied im In-Bild Kontrast. Es wurde zwar nicht mit Meßinstrumenten ein Zahlenwert ermittelt, aber das gesehene entsprach so ungefähr dem höchsten In-Bild Kontrast den man je bei einer Projektion gesehen hat. Auch in hellen Szenen blieben die Cinemascopebalken schön schwarz, der Sony hellte sie deutlich auf. Die Durchzeichnung in hellen, wie auch dunkelen Szenen war extrem gut. Der enorme Punch des Bildes war für einige anwesende Personen sogar fast etwas zuviel des guten und es wurde beschrieben, daß das Gucken etwas anstrengend, auf alle Fälle sehr ungewohnt aufgrund der Detailfülle war. 2 anwesende Personen konnten tatsächlich einen Regenbogen-Effekt sehen. Dieser Umstand wurde bereits an Sim gemeldet, die ein Software-Update angekündigt haben (die LEDs werden damit wohl noch etwas schneller gepulst).

Selbst normale DVD Testsequenzen aus dem Herr der Ringe hatten eine unheimliche Bildtiefe, die man natürlich nicht mit echtem 3D vergleichen kann aber im Vergleich zum Sony war das fast dreidimensional (kurze Anmerkung des Verfassers, der Sony soll hier nicht schlecht gemacht werden, vor 2 Jahren als der VW 200 auf dem Markt kam projizierte dieser so ungefähr das Beste Bild was man im Preisbereich bis 15.000 Euro kaufen konnte, aber das war eben vor 2 Jahren). Der "Nachteil" dieses immensen In-Bild-Kontrasts und Detailreichtums? Computertricks werden sichtbarer, das sehr filmlike Bild des Sony hat da doch einiges "unterschlagen" und damit auch ein wenig das Filmbild geschönt. Die Frage ist aber ob dieses tatsächlich ein Nachteil ist, wohl eher eine Geschmacksfrage.

Sehr positiv wurde auch die Lautstärke des Geräts bewertet. Während jeder herkömmliche Projektor eine gleichmäßige mehr oder weniger laute Geräuschkulisse von sich gibt, ändert sich das Betriebsgeräusch des Sim2 ständig mit der Helligkeit des Bildes und zwar von völlig geräuschlos bis hin zu sehr leisem tieffrequenten Säuseln. Der Sony war lauter und auch der ist mit angegebenen 22dB eher ein Leisetreter.

Zusammenfassend gesagt, 16.000 Euro sind eine Menge Geld. Dafür bekommt man aber eine kompromißlose Heimkinomaschine die vor allen Dingen eines kann - extrem Kontrast- und Detailreich projizieren. Ein nicht unbeträchtlicher Anteil der Kosten dieses Projektors ist mit Sicherheit in das sehr scharf abbildende Objektiv geflossen (hochwertige optische Bauteile werden nicht günstiger sonder immer teurer, ein Epson TW 5500 muß schon mit SuperResolution 3 gefahren werden um an die Schärfe ranzukommen).  Die Konvergenz des Testgeräts  war in der Mitte ausgezeichnet an den Rändern war ein Versatz von ca. einer halben Pixelreihe zu sehen. Da aber LEDs Flächenstrahler sind, die durch Linsen zunächst gebündelt werden müssen, ist das Ergebnis als ok zu bezeichnen. Das ganze ohne polarisierende Zwischenbildberechnung oder sonstige Spielreien. Dazu hat man sehr sehr lange eine gleichbleibende Farb- und Helligkeitsdarstellung, d.h. bei normalen Heimkinogebrauch ist das Thema neue Lampe wahrscheinlich die nächsten 10 Jahre kein wirkliches Thema mehr. Und mit 25 kg Kampfgewicht hat man auch wirklich was in der Hand.

LED kann schon sehr hell sein (mit 244cm Bildbreite entsprach die Testbreite des Bildes auch normalen Heimkinobedingungen) und diejenigen, die über das nötige Kleingeld verfügen werden sehr viel Spaß mit diesem Projektor haben.

 

 

 

Am Freitag, 6.08. von  13.00 Uhr - 19.00 Uhr und Samstag 7.08.2010 von 10.00 - 16.00 Uhr  werden wir in Jesteburg bei GROBI Nord einen Sim2 Mico 50 LED Full HD Projektor zeigen. Erleben Sie einen nicht alltäglichen Projektor an allen erdenklichen Quellen und machen sich selbst ein Bild von diesem Gerät mit einer Lampenlebensdauer von rund 30.000h und ziemlich perfekten Farben.

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Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, bringen Sie einfach gute Laune mit. Und wenn es eine BluRay oder DVD geben sollte, die Sie unbedingt schon mal mit diesem Gerät sehen wollten, bringen Sie sie einfach mit.

Zur Einstimmung empfehlen wir Ihnen den sehr ausführlichen Test vom 27.01.2010 auf der Seite des Online Magazins Cine4Home .

Bis zum 6./7.8.2010 - Ich freue mich auf Sie.

Ihr

Oliver Sauermann

GROBI Nord GmbH in Jesteburg

 

 

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