Zeitschrift HOMEVISION mit Schwerpunkt Thema "Digitaler Fernsehempfang"

Es vergeht kein Tag, wo wir nicht verärgerte und teilweise "sprachlose" Kunden am Telefon oder in unseren Studios haben, die verzweifeln, wenn es um den digitalen Kabel-Fernsehempfang geht.

Obwohl Sie eigentlich nur "fernsehen" schauen wollen, erscheint die technische Umsetzung wie ein Buch mit sieben Siegeln.

Da wird von verschiedenen Kartentypen gesprochen, verschiedene CI Module mit unterschiedlichen Softwareversionen, da streikt die im Hause vorhandene Technik bei bestimmten Frequenzbereichen, da wird ohne Ankündigung die Senderfrequenz geändert und der Kunde hat keinen Empfang und bittet in der kostenpflichtigen Hotline um Auskunft.

Die Fachzeitung HOMEVISION hat dieses Thema in diesem Monat auf der Titelseite und im Zuge der Recherche wurdem wir auch nach unserer Meinung gefragt.

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Nachfolgend der Abdruck des Interviews:

"Es fehlt jedes Qualitätsdenken"

Heimkino-Spezialist Patrick Schappert führt die schleppende Digitalisierung des deutschen Fernsehens wesentlich auf das kundenunfreundliche Verhalten der Kabelnetzbetreiber zurück.

Zur Person:
Patrick Schappert betreibt in Kaarst bei Düsseldorf mit "GROBI" eines der renommiertesten Fachgeschäfte für Heimkino und Multiroom. Der Praktiker Schappert spricht damit aus der leidvollen Erfahrung  zahlreicher Kundengespräche und Installationen.

Interview:

HomeVision: Die Deutschen sehen immer noch überwiegend analog fern. Warum kann sich Digital-TV vor allem im Kabel nur schwer durchsetzen?

Schappert: Weil wir hier ein lokales Chaos haben mit Kabelnetzbetreibern, die alle nur ihr eignes Süppchen kochen. Das fängt damit an, dass private Sender digital nur gegen Gebühr zu empfangen sind und hört bei regional unterschiedlichen Verschlüsselungssystemen auf. Es fehlen technische Standards, alles ist extrem verbraucherunfreundlich, kein Konsument blickt durch, die Hotlines sind überfordert und zu allem Überfluss auch noch gebührenpflichtig.

HomeVision: Man bezahlt also im Extremfall für die falsche Auskunft?

Schappert: Ich kann hier in Nordrhein-Westfalen bei Unitymedia von völligen Fehlinformationen zur Verfügbarkeit von Premiere HD berichten. Oder Kabel BW - die verändern über Nach ihre Verschlüsselung, ohne ihre Kunden ausreichend zu informieren.

HomeVision: Warum läuft das alles so anachronistisch und chaotisch ab?

Schappert: Weil wir beim Kabelfernsehen keinen Wettbewerb haben und jeweils nur einen regionalen Anbieter, der offensichtlich tun und lassen kann, was er will. In anderen Ländern, die bei der Digitalisierung wesentlich weiter sind, gibt es diesen Konkurrenzdruck.

HomeVision: Wie sehen Sie den Endgeräte-Markt, also die Receiver, die von den Kabelnetzbetreibern angeboten werden?

Schappert: Auch hier hinken wir weit hinter anderen Ländern her, in denen viel bessere und komfortablere Geräte angeboten werden. Über Baumarktqualität kommen die angebotenen Geräte meistens nicht hi8naus. Es fehlt einfach jedes Qualitätsdenken bei den Kabelanbietern.

Ende des Interviews

Viele weitere Informationen und auch die Antworten der grossen Kabelnetzbetreiber können Sie in der Ausgabe 07/2008 nachlesen.

Hier geht es auch direkt auf die Seite von HOMEVISION

Ihr GROBI - mit uns besser fernsehen!

 

 

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