13 Jahre später: Wie sich Joachims Heimkino weiter entwickelt hat
Praxisbericht & Projektvorstellung
13 Jahre später: Wie sich Joachims Heimkino wirklich entwickelt hat
Manche Heimkinos sieht man einmal, denkt sich schon damals: ordentlich was los hier – und Jahre später steht man wieder davor und merkt sofort, dass da inzwischen eine ganz andere Liga entstanden ist. Genau so ist es bei Joachim, dessen Kino vor rund 13 Jahren eines der ersten war, die wir vorgestellt haben.
Schon damals war klar: So ein Raum bleibt nie wirklich fertig. Es wird immer weiter optimiert, verschoben, gedämmt, nachjustiert, verbessert. Und wenn dann noch Holger 1 und Holger 2 ihre Finger mit im Spiel haben, wird aus einem gewachsenen Hobbyraum irgendwann ein sehr gezielt aufgebautes Heimkino.
Das Video aus dem Jahr 2013
Was sich verändert hat, ist nicht nur ein bisschen Deko oder neue Technik. Der komplette Raum wurde neu gedacht – aus einem Kellerkino mit Vorhang, Theke und viel Charme ist ein akustisch deutlich reiferes, optisch ruhigeres und funktional durchgeplantes Heimkino geworden.
Umbau
Vom alten Aufbau zum komplett neu gedachten Raum
Die wichtigste Veränderung sieht man nicht auf den ersten Blick, sie steckt im Grundkonzept. Früher war der Raum anders ausgerichtet, die Leinwand war auf der gegenüberliegenden Seite und der Zugang wurde über einen schwarzen Vorhang gelöst. Das war damals völlig okay, aber akustisch eben keine optimale Lösung.
Der entscheidende Schritt war deshalb eine echte bauliche Veränderung. Statt Vorhang kam eine massive Wand hinein – keine Trockenbau-Spielerei, sondern eine etwa 12 Zentimeter starke Ytongwand. Genau das war eine der Maßnahmen, die nötig waren, damit der Raum akustisch überhaupt auf ein neues Niveau gebracht werden konnte.
Das ist so ein typischer Punkt im Heimkino: Man will oft direkt an Lautsprecher, Prozessoren oder Einmessung denken. In Wahrheit entscheidet aber die bauliche Basis, wie weit man später überhaupt kommt.
Durch den Umbau sind aus den ursprünglichen Rohmaßen von etwa 5,60 x 5,00 Metern nach dem Ausbau rund 4,60 x 4,60 Meter geworden. Klingt erstmal nach weniger Raum. Tatsächlich ist daraus aber ein viel kontrollierteres Kino entstanden.
Vorraum
Der Vorraum ist geblieben, aber anders
Vor dem eigentlichen Kino liegt weiterhin ein Vorraum, der Joachims Liebe zu Musik, Film und Sammelleidenschaft ziemlich offen zur Schau stellt. CDs, Popcornmaschine, Star Wars, Jurassic Park, allerlei Deko und ein bisschen Heimkino-Nebenschauplatz gehören immer noch dazu.
Auch die Bar ist noch da, nur mit einer realistischen Rollenbeschreibung: weniger Cocktailbar, eher Ablagefläche, Nervennahrungsstation und gelegentliche Popcorn-Zentrale.
Schön ist dabei, dass dieser Bereich nicht geschniegelt wirkt, sondern ehrlich gewachsen. Genau das macht solche Räume sympathisch. Nicht alles muss wie ein Schauraum aussehen. Hauptsache, der eigentliche Kinoraum liefert ab.
Raumgestaltung
Ein Raum, der heute viel ruhiger wirkt
Der neue Kinoraum ist optisch deutlich aufgeräumter als früher. Weniger wilde Eindrücke, mehr Ruhe, mehr Stringenz. Gerade in dunklen Räumen ist das ein großer Vorteil, weil das Auge nicht ständig irgendwo hängen bleibt.
Natürlich bleibt das Thema Farbgestaltung im Heimkino immer wieder Anlass für Diskussionen. Aber ganz ehrlich: Wer baut sich im Keller ernsthaft ein weißes oder knallrotes Kino, wenn es um Bildkontrast geht? Im Frontbereich schwarz zu arbeiten und insgesamt dunkel zu bleiben, ist schlicht sinnvoll.
Joachim hat dazu noch günstige Strukturmodule aus dem Baumarkt genutzt, um Flächen optisch etwas aufzulockern. Das ist keine High-End-Zauberei, sondern ein pragmatischer Ansatz mit gutem Effekt. Gerade solche Lösungen zeigen, dass man nicht alles nur mit den teuersten Spezialprodukten lösen muss.

Technik
15 Lautsprecher, 4 Subwoofer und Auro 3D als Hauptsystem
Technisch ist das Kino inzwischen sehr ordentlich ausgestattet. Die Eckdaten lesen sich schon ziemlich klar:
15 Lautsprecher
4 Subwoofer
Auro 3D als Hauptformat
3 Meter Bildbreite
3 Meter Sitzabstand
Die Lautsprecherbasis stammt weiterhin von Klipsch. Die Front ist also ihrer Grundphilosophie treu geblieben. Geändert hat sich aber die Integration. Der Center sitzt heute sauber mittig hinter der akustisch transparenten Leinwand. Früher lag er sichtbar vorne, heute ist er genau da, wo Stimmen hingehören.
Besonders charmant ist Joachims Geschichte mit dem Center: Der große Klipsch-Center wurde schon vor Jahren umbauen lassen, damit er genau so eingesetzt werden kann. Und oben hängt sogar noch ein weiterer als Reserve beziehungsweise für den Auro-Betrieb – ziemlich speziell, aber eben auch typisch für gewachsene Heimkinos, in denen nichts einfach nur Standardlösung ist.
Die vier passiven Subwoofer wurden nach klaren Vorgaben in die Front integriert, jeweils zwei pro Seite übereinander. Das ist nichts, was man einfach mal irgendwo reinstellt: Position, Höhe und Konstruktion mussten vorher sauber geplant werden. Gerade bei mehreren Subwoofern ist die Anordnung entscheidend.
Raumkonzept
Warum der Raum kleiner wurde und trotzdem gewonnen hat
Der verlorene Platz ist nicht einfach verschwunden, sondern in akustisch sinnvolle Maßnahmen geflossen. Vorne beanspruchen die Subwoofer Raum, hinten steckt Dämmung für das SBA-System. Dazu kommen Verkleidungen, Stoffbespannungen und konstruktive Maßnahmen für Symmetrie und Lautsprecherintegration.
Das Ergebnis ist ein Raum, der heute deutlich kontrollierter wirkt. Weniger optische Unruhe, mehr akustische Präzision und gleichzeitig genug Platz, um sogar wieder mehr Sitzplätze unterzubringen als ursprünglich geplant.
Offiziell war das neue Konzept wohl eher für vier Plätze gedacht. Joachim hat es am Ende aber doch geschafft, die zweite Reihe wieder sinnvoll zu integrieren.
Sitzposition
Die Sitzposition: Nicht zufällig, sondern exakt so gewollt
Ein besonders interessanter Punkt ist das Podest für die erste Reihe. Das wurde nicht einfach gebaut, damit es schick aussieht, sondern aus einem sehr konkreten Wunsch heraus: Joachim wollte beim Film genau mittig im Center sitzen und gleichzeitig seine Stereo-Hörposition im berühmten Stereodreieck treffen.
Deshalb wurde die Hauptsitzposition auf ein rund 25 Zentimeter hohes Podest gesetzt. So sitzt er exakt dort, wo er sowohl für Filmton als auch für Stereo am liebsten sein möchte.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie persönlich Heimkino sein kann. Nicht jede Entscheidung folgt nur einem Standardratgeber. Wenn jemand genau weiß, wie und wo er hört, darf der Raum genau darauf optimiert werden.
Leinwand
3 Meter Bildbreite bei 3 Metern Abstand
Die Bildgröße passt hier wunderbar zum Raum. Drei Meter breite Xodiac Leinwand bei drei Metern Sitzabstand ist eine Kombination, die sehr direkt und immersiv wirkt, ohne völlig drüber zu sein.
Früher war hier eine selbstgebaute Leinwand mit eigener Maskierung im Einsatz – auch das war schon damals ein kleines Highlight. Heute arbeitet Joachim mit einer maskierbaren Sioleinwand im Format 16:9, die manuell auf 21:9 angepasst werden kann.
Wichtig ist außerdem das akustisch transparente Gewebetuch. Das macht die saubere Lautsprecherintegration hinter der Leinwand überhaupt erst sinnvoll. Gleichzeitig bleibt Joachim damit auch offen für moderne Projektoren, ohne Probleme mit Speckle-Effekten befürchten zu müssen.
Bildtechnik
JVC N7 und madVR Envy: Bewährte Bildtechnik statt hektischem Wechseln
Beim Projektor setzt Joachim aktuell auf einen JVC N7. In Kombination mit dem madVR Envy ergibt das ein Bildsetup, das gerade bei HDR und Tone Mapping noch einmal sehr deutlich profitiert.
Spannend ist dabei, dass Joachim die ganze Experimentierphase mit Computerlösungen und Selbstbauansätzen hinter sich gelassen hat. Früher wurde viel probiert, getunt, aktualisiert und nachjustiert. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem man nicht mehr dauernd basteln will, sondern einfach einschalten und genießen. Genau dafür ist ein fertiges madVR-System ideal.
Ein weiterer Punkt: Selbst eine noch funktionierende Lampe kann nach vielen Stunden schon leicht nachgelassen haben. Nach dem Tausch gegen eine neue Lampe war der Helligkeitsschub im Zusammenspiel mit dem Envy auf jeden Fall wieder sichtbar – nicht dramatisch, aber eben doch so, dass es auffällt.

Elektronik
Die komplette Elektronik im Überblick
Auch beim Rest der Kette ist das Setup klar durchdacht. Im Rack steckt unter anderem:
Marantz AV 10 / AV 8805 als Vorstufe
2x Nakamichi 7-Kanal-Endstufen
Musical Fidelity für Stereo und Front
Dynacord für die Subwoofer
Oppo als Scheibenspieler
Apple TV & Mediaplayer für Streaming
CD-Player für den Musikbetrieb
Die Musical Fidelity ist dabei besonders clever eingebunden. Sie kann sowohl als Endstufe im Heimkinobetrieb als auch als Vollverstärker für Stereo laufen. Das Umschalten erfolgt sinnvoll und alltagstauglich. Genau solche Lösungen sind Gold wert, wenn man Film und Musik ernst nimmt.
Und ja, man merkt dem Raum an, dass hier weiterhin viel von Scheibe läuft. CDs und Discs haben bei Joachim nach wie vor ihren festen Platz.
Stereo
Stereo spielt weiterhin eine wichtige Rolle
Das Kino ist nicht nur auf Mehrkanal und Effektkino ausgelegt. Joachim hört auch nach wie vor gerne Stereo. Deshalb steht vorne zusätzlich noch eine zweite Anlage, und deshalb wurde die Hauptsitzposition eben auch exakt auf das Stereodreieck abgestimmt.
Das erklärt einiges: das Podest, die genaue Sitzposition, die getrennte Betrachtung von Film und Musik und auch die Freude an einem vernünftigen CD-Setup.
Man merkt sofort, dass dieses Heimkino nicht nur ein „Krachkino" sein soll, sondern ein Raum für echtes Hören.
Einmessung
Die Einmessung war der eigentliche Gamechanger
So beeindruckend Umbau und Technik auch sind, der eigentliche Aha-Effekt kam am Ende durch die professionelle Einmessung durch unserem Partner Holger von der Krone. Genau da wird aus einem guten Raum oft erst ein wirklich stimmiges Kino.
Und das Entscheidende war nicht nur ein bisschen Feintuning, sondern ein klar hörbarer Sprung bei der Umhüllung und Homogenität. Joachim beschreibt das sehr treffend: Vorher hatte er seine üblichen Lautstärkewerte, mit denen er immer gehört hat. Nach der neuen Einmessung lagen die Zahlen plötzlich deutlich höher, ohne dass es störend, nervig oder aggressiv wirkte. Das System konnte also lauter, ohne unangenehmer zu werden.
Genau das ist ein starkes Zeichen für eine saubere Abstimmung. Wenn man Pegel steigern kann und der Klang trotzdem entspannt, geschlossen und räumlich bleibt, ist man auf dem richtigen Weg.
Was sich konkret verbessert hat
Bessere Umhüllung durch gleichmäßigeres Eintreffen der Lautsprecher am Hörplatz
Weniger störende Nebeneffekte im Raum
Mehr Pegelfestigkeit, ohne dass es lästig wird
Mehr Ruhe außerhalb des Kinos, also sogar positive Auswirkungen Richtung Nachbarschaft
Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen. Eine gute Einmessung sorgt nicht einfach nur dafür, dass es im Sessel „cooler" klingt. Sie kann auch dazu führen, dass weniger unkontrollierter Schall im Rest des Hauses oder sogar bei den Nachbarn ankommt. Neugierig geworden? Sprechen Sie bitte unseren Partner Holger von der Krone an.
Praxiseffekt
Mehr Lautstärke, weniger Stress
Besonders interessant war die Erfahrung mit den Nachbarn. Trotz höherer Wiedergabelautstärke gab es keine negativen Rückmeldungen. Das zeigt sehr schön, dass sauber kontrollierter Bass und ein präzise abgestimmter Raum oft weniger störend sind als ein vermeintlich „leiseres", aber akustisch chaotischeres Setup.
Das klingt erstmal paradox, ist aber logisch: Wenn der Raum geordnet arbeitet, dröhnt weniger unkontrolliert in irgendwelche Bauteile und Nebenräume hinein.
Körperschall
Körperschallwandler: Das fehlende letzte Quäntchen Druck
Ein Thema bleibt trotzdem noch spannend: die Körperschallwandler. Joachim nutzt hier Reckhorn-Systeme unter den Sitzen, um genau dieses körperliche Gefühl zu erzeugen, das man bei gutem Bass nicht nur hören, sondern spüren will.
Das Ziel ist ziemlich klar beschrieben: nicht einfach wahlloses Rütteln, sondern dieses Gefühl, dass ein Effekt wirklich im Körper ankommt – ein Schuss in die Magengrube, ein leichtes Streichen durch die Haare. Also nicht Kirmes, sondern kontrollierte Haptik.
Aktuell funktioniert das schon, aber noch nicht in jeder Szene so differenziert, wie es theoretisch möglich wäre. Genau da könnte man noch weiter justieren, entweder durch andere Wandler oder durch noch feinere Abstimmung der vorhandenen Lösung. Wichtig ist dabei: Der Bass selbst ist schon sehr angenehm und differenziert – es geht nicht um grobe Gewalt, sondern um die letzte Schicht an fühlbarer Präzision.
Klangeindruck
Der Klang im Betrieb: Warum Umhüllung so viel ausmacht
Bei den Hörszenen zeigt sich dann sehr schnell, warum das Ganze nicht nur auf dem Papier interessant ist. Wenn die Einmessung sitzt, verschwindet das technische Denken im besten Fall komplett.
Man nimmt nicht mehr wahr: da kommt etwas von vorne, da etwas von hinten, da von der Seite. Stattdessen entsteht eine geschlossene Klangblase. Genau das macht echtes Heimkino aus.
Besonders bei Filmszenen mit Hall, Schüssen, Wind oder großen Räumen zeigt sich das sofort. Der Schall wirkt dann nicht wie einzelne Boxen, sondern wie ein zusammenhängender Raum. Dieses Gefühl, wirklich mitten im Geschehen zu sitzen, ist am Ende viel mehr wert als jede einzelne Datenblattangabe.
Beamergehäuse
Beamergehäuse und Lüftung: pragmatisch gelöst
Der Projektor sitzt in einer eingehausten Konstruktion, um Betriebsgeräusche zu reduzieren. Dafür mussten sogar zusätzliche Lüfter eingebaut werden, weil sich die Wärme dort natürlich staut.
Auch das ist wieder typisch Heimkinoalltag: Eine gute Idee muss praktisch funktionieren. Wenn die Lüfter vergessen werden, wird es dem Projektor irgendwann zu warm und er schaltet sich aus Sicherheitsgründen ab. Nicht dramatisch, aber ein klarer Hinweis, dass solche Lösungen immer auch sauber im Alltag funktionieren müssen.
Langfristig wäre der Traum natürlich, den Projektor komplett aus dem Raum herauszubekommen. Solange das baulich nicht geht, ist die aktuelle Lösung aber absolut nachvollziehbar.
Details
Viele kleine Details, die den Raum besonders machen
Was dieses Heimkino außerdem so charmant macht, sind die vielen kleinen Eigenheiten:
Die Sitze aus der frühen Phase sind teilweise noch geblieben
Die zweite Reihe wurde trotz enger Planung doch wieder untergebracht
Der Raum ist auf Film und Stereo zugleich optimiert
Die Gestaltung ist dunkel, aber nicht steril
Überall merkt man, dass hier über Jahre ausprobiert, verworfen und verbessert wurde
Gerade deshalb wirkt das Kino nicht wie ein Katalogprojekt, sondern wie ein echter persönlicher Raum.

Einordnung
Was man aus diesem Heimkino mitnehmen kann
Die spannendste Erkenntnis nach 13 Jahren ist eigentlich ganz einfach: Gute Heimkinos entstehen selten in einem Schritt.
Sie wachsen. Sie machen Fehler. Sie lernen dazu. Sie bekommen irgendwann die richtige Einmessung. Sie verlieren ein bisschen Fläche und gewinnen dafür massiv an Qualität. Und sie werden meistens dann richtig gut, wenn nicht nur Technik gekauft, sondern der Raum als Ganzes verstanden wird.
Bei Joachim sieht man das hervorragend. Das alte Kino hatte schon Charakter. Das neue hat zusätzlich Struktur, Ruhe, Präzision und Reife.
Fazit
Fazit: Nicht nur verändert, sondern erwachsen geworden
Joachims Heimkino ist heute kein einfacher Vorher-Nachher-Fall, bei dem bloß ein paar neue Geräte eingezogen sind. Es ist die Geschichte eines Raums, der über Jahre konsequent weiterentwickelt wurde. Die großen Schritte waren dabei:
Bauliche Optimierung statt Vorhanglösung
Neue Raumorientierung
Saubere Lautsprecherintegration
Vierfach-Subwoofer-Lösung
Akustisch transparente Leinwand
Exakte Sitzposition für Film und Stereo
Professionelle Einmessung mit klar hörbarem Mehrwert
Und genau deshalb wirkt das Ergebnis heute so stimmig. Das Kino ist nicht einfach nur technisch besser. Es fühlt sich in sich schlüssig an.
So soll Heimkino sein.
FAQ
Häufig gestellte Fragen zu Joachims Heimkino
Was hat sich an Joachims Heimkino in den letzten 13 Jahren am meisten verändert?
Die größte Veränderung ist baulich: Statt eines Vorhangs trennt heute eine rund 12 Zentimeter starke Ytongwand den Kinoraum ab. Dazu kamen eine neue Raumausrichtung, eine saubere Lautsprecherintegration hinter der Leinwand und am Ende eine professionelle Einmessung, die aus der guten Basis ein wirklich stimmiges Kino gemacht hat.
Warum wurde der Raum kleiner, aber trotzdem besser?
Aus den ursprünglichen Rohmaßen von etwa 5,60 x 5,00 Metern wurden nach dem Ausbau rund 4,60 x 4,60 Meter. Der scheinbar verlorene Platz steckt heute in akustisch sinnvollen Maßnahmen: Subwoofer-Integration in der Front, Dämmung für das SBA-System sowie Verkleidungen und Stoffbespannungen für Symmetrie und Lautsprecherintegration.
Welche Lautsprecher- und Subwoofer-Ausstattung steckt im Kino?
Das System umfasst 15 Lautsprecher und 4 passive Subwoofer auf Klipsch-Basis. Der Center sitzt heute sauber mittig hinter der akustisch transparenten Leinwand, ein zweiter Center hängt zusätzlich für den Auro-Betrieb bereit. Die vier Subwoofer wurden paarweise übereinander in die Front integriert.
Warum läuft das Heimkino bevorzugt mit Auro 3D?
Auro 3D ist Joachims bevorzugtes Hauptformat für dieses Setup. Die Lautsprecherkonfiguration mit zusätzlichem Reserve-Center und mehreren Höhenkanälen ist gezielt darauf ausgelegt, sodass Auro 3D hier besonders gut zur Geltung kommt.
Was bringt die Podestlösung für den Hauptsitzplatz?
Die Hauptsitzposition steht auf einem rund 25 Zentimeter hohen Podest. Dadurch sitzt Joachim gleichzeitig exakt mittig im Center für den Filmton und im klassischen Stereodreieck für Musikwiedergabe – zwei Anforderungen, die sonst selten so präzise unter einen Hut zu bringen sind.
Welche Bildtechnik kommt zum Einsatz?
Als Projektor dient ein JVC N7 in Kombination mit einem madVR Envy, was besonders bei HDR und Tone Mapping einen deutlichen Mehrwert bringt. Nach vielen Jahren mit Selbstbau- und Computerlösungen setzt Joachim inzwischen bewusst auf ein fertiges, wartungsarmes System.
Was hat die professionelle Einmessung konkret gebracht?
Die Einmessung sorgte für eine deutlich bessere Umhüllung, weniger störende Nebeneffekte im Raum und mehr Pegelfestigkeit, ohne dass der Klang aggressiv wirkt. Ein positiver Nebeneffekt: Durch den saubereren, kontrollierteren Schall gab es trotz höherer Lautstärke keine negativen Rückmeldungen von den Nachbarn.
Welche Rolle spielen die Körperschallwandler im Konzept?
Unter den Sitzen sind Reckhorn-Körperschallwandler verbaut, die fühlbare Effekte erzeugen sollen, ohne dabei wahllos zu rütteln. Aktuell funktioniert das schon gut, ist aber noch nicht in jeder Szene ganz so differenziert wie theoretisch möglich – hier ist noch Potenzial für weitere Feinabstimmung.
Welche Elektronik-Kette steckt im Rack?
Als Vorstufe dient ein Marantz AV 10 beziehungsweise AV 8805, ergänzt um zwei Nakamichi 7-Kanal-Endstufen, eine Musical Fidelity für Stereo- und Frontbetrieb sowie eine Dynacord-Endstufe für die Subwoofer. Dazu kommen ein Oppo-Player, Apple TV und Mediaplayer sowie ein CD-Player für den klassischen Musikbetrieb.
Wieso spielt Stereo neben dem Heimkino weiterhin eine große Rolle?
Joachim hört auch abseits von Filmen gerne Stereo. Deshalb steht vorne zusätzlich eine zweite Anlage, und die Hauptsitzposition wurde bewusst exakt auf das Stereodreieck abgestimmt – der Raum ist also gleichermaßen für Film und für echtes Musikhören gedacht.
Über den Autor

Patrick Schappert
Geschäftsführer & Mitgründer von GROBI.TV
Patrick Schappert gründete GROBI.TV im Dezember 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Schappert in Kaarst bei Düsseldorf. Seit mehr als 25 Jahren steht GROBI.TV für persönliche Beratung, praxisnahe Vorführungen und individuelle Lösungen rund um Heimkino, Beamer, Leinwände, Klang und intelligente Steuerung – Projekte wie Joachims Heimkino zeigen, wie sich solche Räume über Jahre gemeinsam mit unserem Team weiterentwickeln.
Als Geschäftsführer leitet Patrick Schappert das Tagesgeschäft und ist vielen Heimkino-Interessierten aus den GROBI.TV-Videos auf YouTube bekannt. Dabei steht er nicht allein: Hinter GROBI.TV arbeitet in Kaarst ein kompetentes Team, das langjährige Praxiserfahrung, technisches Fachwissen und Begeisterung für individuelle AV-Lösungen gemeinsam in Beratung und Projektrealisierung einbringt.
Für sein unternehmerisches Wirken wurde Patrick Schappert 2022 von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kaarst als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.
Mehr als 25 Jahre Erfahrung – unterstützt durch ein fachkundiges GROBI.TV-Team für Beratung, Vorführung, Planung und individuelle Heimkino- sowie AV-Lösungen.
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