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Mehr Dynamik, mehr Leistung, mehr Kino: Das große Upgrade bei Stefan

DIY-Heimkino-Upgrade

B&W raus, MAG Theatron rein: Heimkino innerhalb von 48 Stunden umgebaut

Manche Heimkinos sind schon beim ersten Besuch beeindruckend. Und dann kommt man anderthalb Jahre später wieder, öffnet die Tür und merkt sofort: Hier hat sich richtig was getan.

MAG Theatron M15
MAG Theatron CS 66 Deckenlautsprecher SBA mit 6 Subwoofern Marantz AV10 Vorstufe

Genau so war es bei diesem DIY-Heimkino im Dreiländereck zwischen Österreich, Italien und Slowenien. Technisch war der Raum schon vorher auf einem sehr hohen Niveau. Die Akustik war durchdacht, das Setup sauber aufgebaut, das Kino eingemessen. Aber wie das eben so ist: Wenn einen das Heimkino-Fieber einmal erwischt hat, bleibt es selten beim ersten Endstand.

Diesmal ging es nicht nur um ein kleines Feintuning, sondern um ein echtes Upgrade. Neue Frontlautsprecher, neue Deckenlautsprecher, mehr Verstärkerleistung, ein überarbeitetes Rack, optische Verkleidungen an den Wänden und am Ende noch eine komplette neue Einmessung. Und das alles in einem Raum, der ohnehin schon alles andere als schlecht war.

Der Ausgangspunkt

Vom guten DIY-Kino zum noch besseren Heimkino

Das Spannende an diesem Raum ist: Er war nie eine Baustelle im klassischen Sinn. Das Kino war bereits fertig und voll ausgestattet. Die Basis stand. Genau deshalb ist so ein zweiter Besuch oft besonders interessant, weil man sehr gut sehen kann, was ein gezieltes Upgrade wirklich bringt.

Die größte Veränderung war der Lautsprecherwechsel an der Front. Vorher spielte hier die Bowers & Wilkins CT 7.3 Serie. Jetzt stehen vorne MAG Theatron M15. An den Seiten kamen MAG Theatron S8 zum Einsatz, und an der Decke hängen die neuen MAG Theatron CS 66, die hier zum ersten Mal weltweit verbaut wurden..

Das ist kein Austausch nach dem Motto alt schlecht, neu gut. Es geht vielmehr um den klanglichen Charakter, um Reserven, um Dynamik und darum, wie ein Lautsprecher in genau diesem Raum und mit genau diesem Anspruch performt.

 

 

Klangcharakter

Was sich klanglich durch MAG Theatron verändert hat

Der wichtigste Eindruck nach dem Umbau war schnell klar: mehr Dynamik und ein deutlich direkterer Hochton.

Gerade bei Filmen macht sich das sofort bemerkbar. Transienten kommen energischer, Effekte haben mehr Attacke, Stimmen setzen sich klarer durch und das gesamte Klangbild wirkt lebendiger. Es geht nicht einfach nur um mehr Lautstärke. Es geht darum, dass der Raum bei identischem Pegel mehr Energie, mehr Präzision und mehr Kino vermittelt.

Leistung & Kontrolle

Warum stärkere Endstufen nötig waren

Besonders die Front hat vom Lautsprecherwechsel profitiert. Die MAG Theatron M15 verlangt aber auch nach der passenden Ansteuerung. Genau deshalb blieb es nicht beim Lautsprecherwechsel allein.

Im Rack arbeiten jetzt zusätzlich zwei neue Mehrkanalendstufen von Omnitronic, jeweils mit 8 x 800 Watt. Diese Leistung ist wichtig, damit die MAG Theatron M15 vorne sauber und kontrolliert betrieben werden können.

Die zuvor verwendeten Endstufen mit rund 400 Watt hätten für Surrounds und Deckenlautsprecher weiter ausgereicht, für die Front wären sie auf Dauer aber eher knapp gewesen.

Das Rack wurde gleich mit verbessert

Ein gutes Heimkino besteht nicht nur aus Lautsprechern und Projektor. Auch das Drumherum macht im Alltag einen großen Unterschied. Deshalb wurde das Technik-Setup ebenfalls aufgeräumt.

Mehr Platz

Mehr Luft zwischen den Geräten

Zugänglichkeit

Einfacherer Zugriff bei Wartung

Ordnung

Sauberer Aufbau im Serverschrank

Reserve

Platz für spätere Erweiterungen

Gerade wenn DSPs, Vorstufe, Endstufen, Zuspieler und Server zusammenkommen, wird so ein Rack schnell zum Herzstück des Kinos.

Bass & Einmessung

SBA mit sechs Subwoofern und eigenem DSP

Im Bassbereich arbeitet hier ein SBA, also ein Single Bass Array, mit sechs Subwoofern in der Front. 

Gerade bei einem Setup mit mehreren Subwoofern ist der DSP entscheidend. Nicht nur für den Pegel, sondern vor allem für Laufzeiten, Phasenlage und die Frage, wie präzise und kontrolliert der Bass am Hörplatz ankommt. Unser Experte Holger Franz informiert Sie hier gerne.

Weniger Bass kann besser klingen

Viele mögen im Heimkino einen kräftigen Kickbass. Verständlich. Ein Kino darf Spaß machen. Es darf drücken, schieben und bei Action auch mal ordentlich austeilen.

Aber bei der Einmessung zeigt sich immer wieder: Mehr Bass ist nicht automatisch besser. In diesem Raum wirkte eine zurückgenommene Bassabstimmung am Ende überzeugender, weil sie zeitlich sauberer, präziser und knackiger am Sitzplatz ankam.

Warum sauber getimter Bass das ganze Klangbild verbessert

Mehr Details

Feine Informationen im Klangbild werden besser hörbar.

Freierer Hochton

Der obere Bereich wirkt weniger zugedeckt.

Bessere Auflösung

Das Klangbild löst sauberer und präziser auf.

Kontrollierte Impulse

Kick und Druck wirken natürlicher und exakter.

Vorstufe

Die Marantz AV10 Vorstufe macht weiterhin einen starken Job

Als Schaltzentrale ist weiterhin die Marantz AV10 im Einsatz. Und auch nach dem Umbau gibt es daran wenig auszusetzen. In so einem ambitionierten Kino denkt man natürlich irgendwann über noch größere Lösungen nach, etwa aus dem High-End-Prozessorbereich. Aber die AV10 liefert hier nach wie vor eine starke Performance und passt sehr gut ins Gesamtkonzept.

Raumgestaltung

Optisch wurde der Raum deutlich aufgewertet

Akustisch war der Raum schon vorher fertig. Optisch hat sich dagegen einiges getan.

Früher waren die selbstgebauten Diffusoren und Absorber offen sichtbar. Das hatte Charme, sah nach ehrlichem DIY aus, wirkte aber natürlich technischer und roher. Inzwischen wurden die Seitenwände mit Stoffrahmen verkleidet, sodass die akustischen Elemente dahinter verschwinden.

Das Ergebnis ist deutlich wohnlicher und zugleich professioneller. Die Akustik bleibt erhalten, die Optik wird ruhiger und homogener. Hinter den bespannten Flächen sitzen weiterhin die 10 Zentimeter starken Absorber und darüber die Diffusoren.

DIY-Idee

Schräge Deckenelemente mit Karabinern

Besonders gelungen ist die Deckengestaltung. Dort wurden schräge Elemente mit Hinterleuchtung verbaut, die dem Raum sofort mehr Tiefe und Eigenständigkeit geben.

Die Konstruktion ist dabei erstaunlich pragmatisch gelöst: Oben sitzen Ösen, in die Karabiner eingehängt werden. So lassen sich die Elemente in unterschiedlichen Höhen von der Decke abhängen und bei Bedarf für Wartung oder Beleuchtung unkompliziert herunterklappen.

Neue Deckenlautsprecher und ein leiserer Projektorbereich

In der Decke sitzen jetzt die MAG Theatron CS66. Das war ebenfalls ein wichtiger Baustein beim Update. Gerade in immersiven Formaten lebt ein Kino davon, dass die Deckenebene nicht nur irgendwie vorhanden ist, sondern tonal und dynamisch zum Rest des Systems passt.

Im rückwärtigen Bereich wurde außerdem eine Hushbox gebaut. Sie ist noch nicht in jedem Detail finalisiert, erfüllt aber bereits ihren Zweck: Der Projektor läuft damit hörbar leiser. Gerade in ruhigen Filmszenen ist so eine Maßnahme oft mehr wert, als man zunächst vermutet.

3D-Wandpaneele: optisch stark, akustisch nicht entscheidend

Hinten im Raum sitzen 3D-Wandpaneele. Akustisch sind sie nicht der große Gamechanger. Aber sie sehen gut aus, besonders in Kombination mit Licht. Und auch wenn solche Paneele keine vollwertige Akustikmaßnahme ersetzen, sind sie immer noch interessanter als eine völlig glatte Rückwand.

Ausblick

Der nächste logische Schritt ist der Projektor

Akustisch ist das Kino jetzt sehr nah an dem Punkt, an dem man sagen kann: angekommen. Optisch ist der Raum ebenfalls deutlich gereift. Was noch offen bleibt, ist vor allem das Bild.

Aktuell arbeitet hier noch ein JVC N5. Das ist kein schlechter Projektor, ganz im Gegenteil. Aber auf dieser Leinwandgröße bewegt er sich bereits an der Grenze dessen, was noch komfortabel hell wirkt.

Deshalb ist der Projektor das nächste Wunsch-Upgrade. Im Raum steht perspektivisch ein Modell wie der JVC NZ900. Der Gedanke dahinter ist klar: Wenn Ton und Raum auf diesem Niveau spielen, darf das Bild langfristig nachziehen.

Was dieses Heimkino so interessant macht

Dieses Projekt zeigt sehr schön, worum es bei einem guten DIY-Heimkino wirklich geht. Nicht darum, einfach immer nur mehr Technik hineinzustellen. Sondern darum, sinnvoll weiterzuentwickeln.

  • Lautsprecherupgrade für mehr Dynamik und Direktheit
  • Leistungsstärkere Endstufen für bessere Kontrolle
  • Saubere Bassabstimmung statt bloßer Pegelmaximierung
  • Optische Verkleidung für ein reiferes Raumgefühl
  • Praktische DIY-Lösungen wie Deckenmodule mit Karabinern
  • Technische Aufräumarbeiten im Rack und Projektorbereich
  • Neue Einmessung für ein geschlossenes Klangbild
  • Langfristiges Upgrade-Potenzial beim Projektor

Fazit

48 Stunden Umbau, aber das Ergebnis ist langfristig spürbar

Innerhalb von zwei Tagen noch schnell Wände fertigstellen und alles neu einmessen klingt erst einmal nach Stress. War es wahrscheinlich auch. Aber das Resultat gibt dem Ganzen recht.

Dieses Heimkino war vorher schon stark. Jetzt wirkt es in sich geschlossener, dynamischer und hochwertiger. Vor allem der Schritt von einer basslastigen Spaßabstimmung hin zu einer präziseren, besser getimten Wiedergabe zeigt, wie viel Qualität in einer sauberen Einmessung steckt.

Das beste Upgrade ist nicht immer das lauteste oder größte. Manchmal ist es die Kombination aus besseren Komponenten, sinnvoller Leistung und der Bereitschaft, so lange zu optimieren, bis nicht nur der Effekt zählt, sondern das Gesamtbild.

Hier ist genau das gelungen

Aus einem bereits sehr guten DIY-Kino wurde ein noch reiferes Heimkino mit mehr Dynamik, besserer Kontrolle, aufgeräumter Technik und einem deutlich hochwertigeren Raumgefühl.

Über den Autor

Patrick Schappert, Geschäftsführer und Mitgründer von GROBI.TV

Patrick Schappert

Geschäftsführer & Mitgründer von GROBI.TV

Patrick Schappert gründete GROBI.TV im Dezember 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Schappert in Kaarst bei Düsseldorf. Seit mehr als 25 Jahren steht GROBI.TV für persönliche Beratung, praxisnahe Vorführungen und individuelle Lösungen rund um Heimkino, Beamer, Leinwände, Klang und intelligente Steuerung.

Als Geschäftsführer leitet Patrick Schappert das Tagesgeschäft und ist vielen Heimkino-Interessierten aus den GROBI.TV-Videos auf YouTube bekannt. Dabei steht er nicht allein: Hinter GROBI.TV arbeitet in Kaarst ein kompetentes Team, das langjährige Praxiserfahrung, technisches Fachwissen und Begeisterung für individuelle AV-Lösungen gemeinsam in Beratung und Projektrealisierung einbringt.

Für sein unternehmerisches Wirken wurde Patrick Schappert 2022 von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kaarst als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.

Mehr als 25 Jahre Erfahrung – unterstützt durch ein fachkundiges GROBI.TV-Team für Beratung, Vorführung, Planung und individuelle Heimkino- sowie AV-Lösungen.

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