Heimkino nach Plänen von Holger Franz: 7.1.4 Atmos mit Focal Sopra Lautsprechern
Praxisbericht & Projektvorstellung
Tolles Heimkino nach Plänen von Holger gebaut und nun durch Holger von der Krone (Holger2) perfekt eingemessen
Dieses Heimkino in der Nähe von Gießen ist ein schönes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn gute Planung, handwerkliche Präzision und eine saubere Einmessung zusammenkommen. Der Raum wurde von Holger Franz von Heimkinobau geplant und dann mit bemerkenswert viel Sorgfalt umgesetzt. Das Ergebnis ist ein Kino auf sehr hohem Niveau, das nicht nur klanglich überzeugt, sondern auch optisch und funktional bis ins Detail durchdacht ist.
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Vorraum
Ein sinnvoll geplanter Vorraum mit Technik und Sammlung
Bevor es überhaupt in den eigentlichen Kinoraum geht, fällt direkt der Vorraum auf. Hier ist nicht einfach nur ein Durchgang, sondern ein sauber genutzter Funktionsbereich entstanden. Die Blu-ray-Sammlung ist dort untergebracht, die Technik ist zugänglich und sinnvoll angeordnet, und auch der Projektor sitzt clever in einem separaten Bereich.
Verbaut ist ein JVC NZ500 Heimkinoprojektor, der über einen Durchbruch in den Kinoraum projiziert. Genau diese Lösung ist im Alltag Gold wert. Die Geräte stehen außerhalb des eigentlichen Kinoraums, können dort bequem verkabelt und gewartet werden, und im Kino selbst bleibt es aufgeräumt und akustisch sauber.
Raumkonzept
Die Raumgröße und das Grundkonzept
Der Kinoraum selbst ist rund 4,60 Meter breit und etwas über 7 Meter lang. Vorne hängt eine akustisch transparente Leinwand mit etwa 3,20 Metern Breite. Das ist eine sehr stimmige Größe für den Raum, gerade in Verbindung mit dem gewählten Sitzabstand.
~4,60 m Raumbreite
>7 m Raumlänge
~3,20 m Leinwandbreite
~3,80–3,90 m Sitzabstand
Das Heimkino ist nicht auf möglichst viele Einzelplätze mit technischer Strenge ausgelegt, sondern auf komfortables gemeinsames Erleben. Statt klassischer Kinosessel gibt es hier eine großzügige Sofalandschaft, und die hat einen entscheidenden Vorteil: Sie ist komplett symmetrisch aufgebaut.
Auf beiden Seiten befinden sich Liegeflächen, also eine Art Ottomane. Dadurch kann man sich links wie rechts bequem ausstrecken, und auch in der Mitte sitzt oder liegt es sich entspannt. Für Filmabende, Musik, Fußball oder einfach langes gemütliches Hören ist das eine hervorragende Lösung. Vier, fünf oder sechs Personen finden hier problemlos bequem Platz.
Lautsprecher
Lautsprecheraufstellung mit Fokus auf Optik und Klang
Vorne arbeiten Lautsprecher von Focal Sopra. Die sehen nicht nur gut aus, sondern setzen im Raum auch optisch Akzente. Deshalb stehen die linken und rechten Frontlautsprecher bewusst vor der Leinwand. Der Center sitzt dagegen hinter der akustisch transparenten Leinwand.
Das ist ein interessanter Kompromiss, der in diesem Fall sehr gut funktioniert. Normalerweise verschwinden in vielen Heimkinos alle Frontlautsprecher hinter der Leinwand. Hier wollte man die schönen Lautsprecher aber sichtbar lassen, ohne auf die Vorteile eines korrekt platzierten Centers zu verzichten.
Akustik
Akustikbehandlung, die nicht nur gut aussieht
Was in diesem Kino besonders beeindruckt, ist die handwerkliche Qualität. Vieles davon lässt sich auf Bildern nur erahnen, vor Ort wirkt es noch einmal deutlich stärker. Ein gutes Beispiel sind die großflächigen Stoffbespannungen. Teilweise wurden hier Elemente von rund vier Metern Länge in einem einzigen Stück sauber gespannt. Das wirkt extrem ruhig, homogen und hochwertig.
Hinter diesen Bespannungen sitzt natürlich Dämmung, damit frühe Reflexionen reduziert werden. Genau das ist im Heimkino entscheidend, wenn man Klarheit, Präzision und eine gute räumliche Abbildung haben will.
Auch die übrigen Akustikelemente wurden nicht einfach nur dekorativ an die Wand gesetzt. Die Absorber oben und unten sind mit Wandabstand montiert. Dadurch arbeiten sie wirksamer und setzen nicht erst in sehr hohen Frequenzbereichen ein – ein Punkt, den viele Lösungen falsch machen, wenn sie flach an die Wand montiert werden.
An der Decke sitzen die üblichen Absorber für die Reflexionskontrolle. Im hinteren Bereich des Raums kommen Diffusoren hinter dem Hörplatz zum Einsatz. Diese Kombination aus Absorption und Diffusion sorgt dafür, dass der Raum kontrolliert klingt, aber nicht tot oder unangenehm trocken wirkt.
Layout
7.1.4 Layout mit starkem Bassfundament
Das Heimkino ist als 7.1.4 System aufgebaut. Das bedeutet:
7 Lautsprecher auf der unteren Ebene
1 Basssystem für den Tieftonbereich
4 Höhenlautsprecher im Atmos-Layout
Die Deckenlautsprecher strahlen nach unten und sind mit dem Hochtöner leicht auf den Hörplatz eingewinkelt. Das Atmos-Layout wurde sauber umgesetzt und liefert eine sehr gute Umhüllung. Gerade dieser Punkt ist für viele Heimkinos entscheidend: Es reicht nicht, dass etwas von oben kommt. Es muss sich geschlossen und glaubwürdig anfühlen. Genau das ist hier sehr gut gelungen.
Bassarray
Das SBA mit sechs 15-Zoll-Dayton Ultimax 2 Subwoofer
Beim Bass wurde nicht gekleckert. Das SBA, also das Single Bass Array, besteht aus sechs 15-Zoll Dayton Ultimax 2 Subwoofer. Angesteuert wird das Ganze über eine DYNACORD Endstufe, die genau für diese Aufgabe im Rack sitzt.
Die Wirkung dieses Aufbaus ist klar beschrieben: Der Bass ist super trocken, sehr ausgeglichen und trotzdem druckvoll. Auch bei Musik mit viel Energie im Tieftonbereich ist mehr als genug Reserve vorhanden. Gerade bei einem sauber geplanten und gedämmten Raum spielt ein Bassarray seine Stärken voll aus – es geht nicht einfach nur um Wucht, sondern um Kontrolle, Gleichmäßigkeit und Präzision.
Raumplanung
Warum die Raumplanung so viel ausmacht
Ein ganz wesentlicher Teil des Erfolgs steckt in der Raumplanung von unserem Partner Holger Franz von der Heimkinobau.de. Für die akustische Optimierung wurde dem Raum bewusst Volumen genommen:
Hinten rund 60 Zentimeter Dämmung
Vorne rund 50 Zentimeter Dämmung
Dadurch wurde der Raum effektiv verkürzt, akustisch aber massiv verbessert. Genau solche Entscheidungen tun manchmal weh, wenn man nur auf nackte Raummaße schaut. Klanglich sind sie oft der Schlüssel zum Ergebnis. Das zeigt dieses Kino sehr deutlich.
Technik-Rack
Das Technik-Rack im Überblick
Auch der Technikbereich ist sauber ausgestattet. Zu sehen sind unter anderem:
Ein Panasonic Blu-ray-Player
Der JVC NZ500 Heimkinoprojektor im Nebenraum
Zwei Endstufen von Devialet für die Frontlautsprecher
Die DYNACORD Endstufe für das Basssystem
Weitere sauber integrierte Technik im Rack
Besonders schön ist hier, dass nicht einfach Geräte übereinander gestapelt wurden. Das gesamte Rack und die umliegenden Einbauten wirken wie aus einem Guss. Vieles wurde komplett selbst gebaut, also nicht einfach fertig gekauft und hingestellt. Genau das sieht man dem Raum an.
Praktisch gedacht wurde ebenfalls. In Schubladen liegen die Fernbedienungen, statt dass sie irgendwo verschwinden und ständig gesucht werden müssen.
Handwerk
Handwerk auf ungewöhnlich hohem Niveau
Ein echtes Highlight dieses Kinos ist die Verarbeitung. Große Rahmenelemente, die von der Decke bis zum Boden reichen und über zwei Meter breit sind, wurden von unserem Kunden Andreas in einem Stück gebaut und bespannt. Das sorgt für eine bruchlose, ruhige Flächenwirkung, die man in dieser Qualität nicht oft sieht.
Solche Details gehen leicht unter, wenn man nur auf Lautsprecher, Leinwand und Elektronik schaut. In Wahrheit prägen sie den Gesamteindruck enorm. Ein Heimkino wirkt dann richtig hochwertig, wenn die Konstruktion nicht nach Kompromiss, sondern nach Konzept aussieht. Genau das ist hier der Fall.
Wenn für einen einzigen Rahmen schnell ein kompletter Arbeitstag draufgeht, zeigt das schon, wie viel Mühe und Präzision in dieses Projekt geflossen sind.
Nebenraum
Nebenraum, Lüftung und clevere Alltagstauglichkeit
Der Raum endet nicht am Kinobereich. Es gibt noch einen Nebenraum, und dort findet sich etwas, das in geschlossenen Heimkinos oft unterschätzt wird: eine wirksame Lüftungsmöglichkeit.
Durch Fenster auf beiden Seiten und die geöffnete Tür kann die Luft in kurzer Zeit gut durch den Bereich strömen. Das ist enorm praktisch, denn so lässt sich nach längeren Sessions schnell wieder Frischluft in den Raum bringen. Danach kann man problemlos wieder die nächsten Stunden im Kino verbringen.
Außerdem ist dort ein weiterer Teil der Sammlung untergebracht. Neben Blu-rays und DVDs stehen auch ältere Medien herum, und es wirkt ganz so, als werde hier nichts vorschnell entsorgt.
Steuerung
Steuerung mit Philips Hue und geplanter AVA-Fernbedienung
Gesteuert wird das Heimkino unter anderem über Philips Hue. Die aktuelle Fernbedienung stammt noch von Logitech, soll aber bei Gelegenheit durch eine AVA ersetzt werden. Das passt gut zum restlichen Anspruch des Kinos: technisch modern, alltagstauglich und sauber integriert.
Einmessung
Perfekt eingemessen und sauber nachoptimiert
Ein Raum wie dieser lebt nicht nur von guter Hardware und vernünftiger Akustikbehandlung, sondern auch von der finalen Abstimmung. Nach der Einmessung durch Holger von der Krone wurde das System noch einmal mit REW nachgemessen und entsprechend angepasst.
Genau dieser Schritt trennt oft ein gutes Heimkino von einem wirklich überzeugenden Heimkino. Erst durch diese Nacharbeit wird das Potenzial von Lautsprechern, Subwoofern und Raumakustik vollständig genutzt. Das Ergebnis ist hier klar: sehr ausgewogener Klang, starke Umhüllung und keinerlei Anlass zur Kritik, weder bei Film noch bei Musik.
Fazit
Was dieses Heimkino so stark macht
Am Ende ist es nicht nur ein einzelnes Feature, das dieses Kino besonders macht. Es ist die Summe der Entscheidungen:
Eine durchdachte Planung
Ein sinnvoll genutzter Vorraum für Technik
Eine große akustisch transparente Leinwand
Sichtbare Focal-Sopra-Frontlautsprecher mit Center hinter der Leinwand
Ein sauber umgesetztes 7.1.4 Layout
Ein kräftiges und zugleich präzises SBA mit sechs 15-Zoll-Chassis
Massive Dämmmaßnahmen vorne und hinten
Diffusoren hinter dem Hörplatz
Außergewöhnlich hochwertige handwerkliche Ausführung
Abschließende Einmessung und Feintuning
Genau so entsteht ein Heimkino, das nicht nur beeindruckt, sondern im Alltag auch einfach Freude macht. Es sieht hervorragend aus, klingt auf sehr hohem Niveau und ist in vielen kleinen Punkten so klug gelöst, dass man merkt: Hier wurde nicht einfach irgendetwas gebaut, sondern wirklich ein stimmiges Gesamtkonzept umgesetzt.
So soll Heimkino sein.
FAQ
Häufig gestellte Fragen zu diesem Heimkino
Wie groß ist der Kinoraum und wie ist er aufgeteilt?
Der Kinoraum ist rund 4,60 Meter breit und etwas über 7 Meter lang. Die akustisch transparente Leinwand ist etwa 3,20 Meter breit, der Sitzabstand liegt bei rund 3,80 bis 3,90 Metern. Statt klassischer Kinosessel sorgt eine symmetrisch aufgebaute Sofalandschaft mit Liegeflächen auf beiden Seiten für komfortables gemeinsames Erleben.
Warum stehen die Frontlautsprecher vor der Leinwand statt dahinter?
Die Focal-Sopra-Frontlautsprecher sind bewusst sichtbar vor der Leinwand platziert, weil sie auch optisch überzeugen sollen. Der Center sitzt dagegen korrekt hinter der akustisch transparenten Leinwand – ein Kompromiss, der die Vorteile beider Ansätze vereint.
Welche Rolle spielt die Akustikbehandlung in diesem Raum?
Großflächige, bis zu vier Meter lange Stoffbespannungen mit dahinterliegender Dämmung reduzieren frühe Reflexionen. Absorber sind oben und unten mit Wandabstand montiert, damit sie auch tiefere Frequenzen wirksam erfassen. Diffusoren hinter dem Hörplatz sorgen zusätzlich für einen kontrollierten, aber nicht toten Klang.
Was bedeutet das 7.1.4 Layout konkret?
Das System besteht aus 7 Lautsprechern auf der unteren Ebene, einem Basssystem für den Tieftonbereich und 4 Höhenlautsprechern für das Atmos-Layout. Die Deckenlautsprecher sind mit dem Hochtöner leicht auf den Hörplatz eingewinkelt, was für eine sehr geschlossene Umhüllung sorgt.
Wie ist das Bassfundament aufgebaut?
Für den Bass kommt ein Single Bass Array (SBA) aus sechs 15-Zoll-Dayton Ultimax-2-SubwooferChassis zum Einsatz, angesteuert über eine DYNACORD Endstufe. Der Bass ist dadurch sehr trocken, ausgeglichen und trotzdem druckvoll, mit ausreichend Reserven auch für energiereiche Musikpassagen.
Warum wurde dem Raum bewusst Fläche für die Akustik genommen?
Für die akustische Optimierung wurden rund 60 Zentimeter hinten und rund 50 Zentimeter vorne für Dämmmaßnahmen einkalkuliert. Der Raum wurde dadurch zwar effektiv kürzer, akustisch aber deutlich besser – ein bewusster Kompromiss zugunsten der Klangqualität.
Welche Elektronik steckt im Technik-Rack?
Im Rack sind unter anderem ein Panasonic Blu-ray-Player, der JVC NZ500 im Nebenraum, eine IOTAVX 7-Kanal-Endstufe, ein Denon AVC-A110, zwei Devialet-Endstufen für die Frontlautsprecher sowie die DYNACORD Endstufen für das Basssystem verbaut. Große Teile der Rack-Umgebung wurden komplett selbst gebaut.
Wie wird das Heimkino gesteuert und belüftet?
Die Steuerung erfolgt unter anderem über Philips Hue, aktuell noch mit einer Logitech-Fernbedienung, die perspektivisch durch eine AVA ersetzt werden soll. Für frische Luft nach längeren Sessions sorgt eine wirksame Lüftungsmöglichkeit über Fenster und Tür im angrenzenden Nebenraum.
Warum war die abschließende Einmessung so entscheidend?
Nach der ersten Einmessung wurde das System zusätzlich mit REW nachgemessen und feinjustiert. Erst dieser Schritt schöpft das Potenzial von Lautsprechern, Subwoofern und Raumakustik voll aus – das Ergebnis ist ein sehr ausgewogener Klang mit starker Umhüllung, sowohl bei Film als auch bei Musik.
Über den Autor

Patrick Schappert
Geschäftsführer & Mitgründer von GROBI.TV
Patrick Schappert gründete GROBI.TV im Dezember 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Schappert in Kaarst bei Düsseldorf. Seit mehr als 25 Jahren steht GROBI.TV für persönliche Beratung, praxisnahe Vorführungen und individuelle Lösungen rund um Heimkino, Beamer, Leinwände, Klang und intelligente Steuerung – Projekte wie dieses Heimkino bei Gießen, geplant von Holger Franz (Heimkinobau), zeigen eindrucksvoll, was mit sorgfältiger Planung und Handwerk auf höchstem Niveau möglich ist.
Als Geschäftsführer leitet Patrick Schappert das Tagesgeschäft und ist vielen Heimkino-Interessierten aus den GROBI.TV-Videos auf YouTube bekannt. Dabei steht er nicht allein: Hinter GROBI.TV arbeitet in Kaarst ein kompetentes Team, das langjährige Praxiserfahrung, technisches Fachwissen und Begeisterung für individuelle AV-Lösungen gemeinsam in Beratung und Projektrealisierung einbringt.
Für sein unternehmerisches Wirken wurde Patrick Schappert 2022 von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kaarst als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.
Mehr als 25 Jahre Erfahrung – unterstützt durch ein fachkundiges GROBI.TV-Team für Beratung, Vorführung, Planung und individuelle Heimkino- sowie AV-Lösungen.
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