IFA 2026: Was gibt es Neues von XGIMI, AWOL, BenQ und Hisense?
Messe-Rückblick
Was hat sich auf der IFA 2026 wirklich verändert? Innovation for All zeigt neue Trends – besonders bei Projektoren und Laser-TVs.
Die IFA 2026 hat sich endgültig verändert. Die frühere Internationale Funkausstellung nennt sich inzwischen Innovation for All, und genau das merkt man in jeder Halle: Waschmaschinen, Roboter, Elektrofahrzeuge, Exoskelette, Motorräder und sogar fliegende Fahrzeuge. Unterhaltungselektronik ist zwar noch da, aber längst nicht mehr in der Breite, wie wir sie früher kannten.
Samsung war auf dem Messegelände nicht vertreten, Sony offenbar ebenfalls nicht. Von JVC gab es nichts Neues, von den japanischen Projektorherstellern insgesamt sehr wenig. Dafür dominieren chinesische Hersteller das Geschehen mit einer Wucht, die man nicht übersehen kann. Gerade bei Projektoren und Laser-TVs sind die Neuheiten aber durchaus spannend.
Key Takeaways
4K mit 120 Hertz entwickelt sich zum wichtigen Gaming-Merkmal bei Projektoren und Laser-TVs.
Hisense, XGIMI und AWOL verbessern Kontrast, Flexibilität und wohnraumtaugliches Design spürbar.
Lens Shift wird bei Ultrakurzdistanz-Projektoren wichtiger für eine unkompliziertere Aufstellung.
Die IFA wird zunehmend von chinesischen Herstellern und Technik außerhalb klassischer Unterhaltungselektronik geprägt.
Inhaltsverzeichnis
Messeeindruck
Die IFA ist heute viel mehr als Fernseher und HiFi
Schon beim Betreten der Messe wird klar: Hier geht es nicht mehr nur um klassische Unterhaltungselektronik. Die Hallen sind voll mit Haushaltsgeräten, Mobilitätslösungen und KI-Produkten. Das reicht von futuristischen Elektrofahrzeugen über fahrende Roboter bis zu Systemen, die beim Laufen unterstützen sollen.
Besonders eindrucksvoll war die Kooperation von Xpeng mit einem sogenannten Land Aircraft Carrier. Dabei wird ein großer, zweisitziger Flugapparat in einem Fahrzeug transportiert. Wenn der Verkehr in Berlin mal wieder eine Stunde für eine überschaubare Strecke braucht, wäre das natürlich theoretisch eine charmante Lösung. Praktisch wird man abwarten müssen, ob und wann solche Systeme in Deutschland überhaupt zugelassen werden.
Die Messe wirkt an vielen Stellen eher wie Shanghai als wie die IFA, die viele von uns seit Jahrzehnten kennen. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber es zeigt, wie sehr sich der Markt und die Gewichtung der Hersteller verschoben haben.
BenQ
BenQ: Golf-Simulatoren und ein Ausblick auf speckelfreies RGB-Laserlicht
Der erste Termin führte zu BenQ. BenQ ist inzwischen ein sehr wichtiger Anbieter für Golf-Simulator-Projektoren. Gerade in den USA ist dieser Markt enorm groß. Dort werden monatlich weit über 1.000 Geräte für private Golfanlagen verkauft.
Die neue Serie umfasst zwei Projektoren, die speziell für den Einsatz im Golfraum optimiert sind. Das bedeutet nicht einfach nur ein helles Bild auf einer Leinwand. Entscheidend ist, dass sich der Projektor auch aus ungewöhnlichen Positionen möglichst verzerrungsfrei auf die Projektionsfläche ausrichten lässt.
BenQ setzt dabei auf umfangreiche Berechnungsmöglichkeiten für die Bildgeometrie. So muss der Projektor nicht zwingend klassisch mittig oder seitlich neben der Projektionsfläche stehen. Zusätzlich misst ein Sensor die Raumhelligkeit und passt Farb- und Kontrastdarstellung daran an.
- Single-Laser-Lichtquelle
- Spezielles Farbrad zur besseren Grünwiedergabe
- Automatische Anpassung an die Umgebungshelligkeit
- Flexible Aufstellung mit geometrischer Bildkorrektur
- Auch als Heimkino-Projektor nutzbar
Das Ganze kann durchaus eine schöne Kombination ergeben: Golf-Simulator für den Spaß zwischendurch und Heimkino für den Abend. Mit schmalen Lautsprechern links und rechts hinter der Leinwand bekommt man beides sehr ordentlich integriert.
BenQ plant speckelfreien RGB-Laser
Interessant wurde es auch im Gespräch mit einem BenQ-Entwickler. Für Anfang 2027 ist offenbar ein Gerät der 4200er-Serie geplant, das eine RGB-Laser-Lichtquelle ohne sichtbaren Speckle bieten soll.
Speckle ist bei RGB-Laserprojektoren ein bekanntes Thema. Je nach Leinwand und persönlicher Wahrnehmung kann die Bildfläche leicht körnig oder glitzernd wirken. Mit speziellen Leinwänden lässt sich das bereits heute reduzieren. Noch besser wäre natürlich, wenn dieser Effekt von vornherein gar nicht erst entsteht. Ob BenQ das in der Praxis überzeugend umsetzt, muss man sich dann in Ruhe anschauen.
Hisense
Hisense: Mehr Licht, Irisblende und kompakte Projektoren für überall
Hisense war mit einem sehr großen Stand vertreten und hat deutlich gemacht, dass der Hersteller längst mehr ist als ein Anbieter von Fernsehern und Haushaltsgeräten. Bei Laser-TVs und Projektoren geht es weiter ordentlich voran.
Hisense L9Q Pro: Heller, kontrastreicher und flexibler
Der neue Hisense L9Q Pro basiert auf dem erfolgreichen Hisense L9Q und soll mit bis zu 5.500 ANSI-Lumen noch einmal deutlich heller werden. Die grundsätzliche Ausstattung bleibt erhalten, einschließlich Tuner und Vidaa-System.
Neu ist vor allem die eingebaute Irisblende. Damit lässt sich der native Kontrast verbessern, was gerade in dunkleren Räumen wichtig ist. Außerdem erhält der Projektor einen Lens Shift. Das klingt banal, ist bei einem Laser-TV aber eine sehr sinnvolle Ergänzung: Das Bild lässt sich mechanisch in der Höhe verschieben, ohne den Projektor aufwendig neu positionieren zu müssen.
Für Spieler gibt es ebenfalls gute Nachrichten. Hisense plant, 4K mit 120 Hertz per Software-Update nachzureichen. Damit zieht der Hersteller bei einem Thema nach, das auf der IFA ständig zu hören war. 4K 120 Hertz entwickelt sich klar zu einem wichtigen Ausstattungsmerkmal für moderne Projektoren und Laser-TVs.
Bei 150 Zoll zählt auch der Sitzabstand
Zum Hisense L9Q Pro wurde eine 150-Zoll-ALR-Leinwand mit acht Schichten gezeigt. Die Oberfläche ist glatt, was zunächst sehr hochwertig aussieht. Allerdings sollte man bei solchen großen Leinwänden nicht zu dicht davor sitzen.
Wer zu nah an einer glatten 150-Zoll-ALR-Leinwand sitzt, kann in der Mitte eine höhere Helligkeit wahrnehmen als am Rand. Bei dieser Größe sollte der Abstand deshalb wirklich großzügig sein. Vier bis fünf Meter sind ein sinnvoller Ausgangspunkt, damit das Bild gleichmäßig wirkt.
Der Hisense PX4 Pro wurde ebenfalls gezeigt. Er löst den PX3 ab, bietet mehr Kontrast und mehr Helligkeit. Gerade weil diese Ultrakurzdistanz-Projektoren beim Schwarzwert inzwischen deutlich besser geworden sind, können sie zunehmend auch in gut abgedunkelten Heimkinoräumen bestehen. Das ist ein Punkt, den man vor wenigen Jahren bei Laser-TVs noch wesentlich kritischer hätte betrachten müssen.
Hisense C3 Ultra und P1: Vom hellen Wohnzimmer bis zum Urlaubsbeamer
Der Hisense C3 Ultra erweitert die bisher erfolgreiche Hisense C2-Serie nach oben. Mit rund 4.000 ANSI-Lumen, großem Zoom, Lens Shift und leisem Betrieb ist das ein ausgesprochen flexibler Projektor für viele Wohnraumsituationen.
Daneben kommt mit dem Hisense P1 ein sehr kompaktes Gerät. Der P1 bietet Full-HD-Auflösung, 1.000 ANSI-Lumen, Triple-Color-Laser und sogar einen optischen Zoom. Genau das macht ihn interessant: Er ist klein genug für Urlaub, Freunde oder die schnelle Projektion in einer dunklen Ecke, aber technisch deutlich ambitionierter als viele klassische Mini-Beamer.
Der Trend ist klar: Der Projektor wird nicht mehr nur als fest installiertes Heimkino-Gerät gedacht. Er wandert ins Wohnzimmer, in die Küche, ins Schlafzimmer oder kommt einfach mit auf Reisen. So wie früher in vielen Haushalten ein Kofferradio stand, wird künftig wahrscheinlich auch sehr oft irgendwo ein Projektor stehen.
Hisense UX1: Kompaktanlage mit großem Anspruch
Auch beim Ton baut Hisense weiter aus. Das neue UX1-Soundsystem soll mit bis zu 26 verteilten Lautsprechern arbeiten. Dazu gehören Treiber in der Soundbar, nach oben abstrahlende Kanäle, ein großer Subwoofer mit zwei Treibern sowie drahtlose Rear-Lautsprecher.
Das Ziel ist klar: Eine leistungsfähige, wohnraumtaugliche Lösung für Laser-TV oder Projektor, ohne dass sofort ein kompletter klassischer Lautsprecherpark aufgebaut werden muss. Wie gut das im Detail funktioniert und wo der Preis liegt, wird man sich später genau ansehen müssen. Fünfstellig soll es jedenfalls nicht werden.
XGIMI
XGIMI: 4K mit 120 Hertz, Doppeliris und Laser-TV bis 200 Zoll
XGIMI wächst weiter kräftig und war ebenfalls mit einem deutlich größeren Stand vertreten. Die Marke gehört inzwischen zu den wichtigsten Partnern im Projektorenbereich und zeigt, wohin sich die Geräte entwickeln.
Xgimi Horizon 30: Mehr Kontrast für die flexible Horizon-Serie
Die Horizon-Serie bleibt ihrem Konzept treu: beweglicher Standfuß, automatische Anpassung an die Projektionsfläche und eine sehr flexible Nutzung im Wohnraum. Der neue Xgimi Horizon 30 ergänzt die Horizon-20-Serie und bringt einige technische Verbesserungen mit.
- Doppeliris zur Verbesserung des Kontrasts
- Neuer DLP-Chip von Texas Instruments
- 4K-Wiedergabe mit bis zu 120 Hertz
- Großer Zoom-Bereich
- Lens Shift für die Höhenanpassung
Ja, auch hier handelt es sich um einen 4K-Shifter und nicht um natives 4K. Aber alle Bildpunkte werden dargestellt, und am Ende zählt das sichtbare Ergebnis. Für Gaming ist 4K mit 120 Hertz natürlich besonders interessant. Wer bereits einen Horizon 20 besitzt, muss nicht zwingend wechseln. Wer aber neu einsteigt und mehr Wert auf Kontrast sowie aktuelle Gaming-Funktionen legt, bekommt eine interessante Weiterentwicklung.
Aura 3 Max: XGIMIs neues Laser-TV-Flaggschiff
Beim Laser-TV geht XGIMI mit dem Xgimi Aura 3 Max in die Vollen. Das Gerät bekommt eine sehr wohnraumtaugliche Optik mit Holzstruktur und wirkt deutlich weniger wie ein reiner Technikblock. Genau da geht die Reise hin: Die Geräte sollen nicht nur gut funktionieren, sondern sich sichtbar besser in Möbel und Wohnräume einfügen.
Technisch hat der Xgimi Aura 3 Max einiges zu bieten:
- Bis zu 5.700 ISO-Lumen
- Doppeliris für hohen Kontrast
- Kontrastwerte von bis zu 8.000:1
- Neuer DLP-Chip mit 4K und 120 Hertz
- 80-Watt-Soundsystem von Harman Kardon
- Projektionsgrößen bis zu 200 Zoll
200 Zoll sind natürlich eine Ansage. Dabei darf man aber nicht nur auf die Breite der Wand schauen. Die Höhe wird schnell zum Problem. Eine 200-Zoll-Leinwand braucht schlicht einen sehr großen Raum mit entsprechender Deckenhöhe. Es ist toll, dass die Technik das kann, aber der Raum muss eben auch mitspielen.
Staubschutz und passives 3D mit zwei Projektoren
XGIMI denkt außerdem über Details nach, die im Alltag durchaus sinnvoll sind. Eine Abdeckung vor der Optik soll sich beim Ausschalten schließen und damit Staub fernhalten. Gerade bei einem Laser-TV, der dauerhaft offen im Wohnzimmer steht, ist das keine schlechte Idee.
Sehr spannend war auch eine passive 3D-Demonstration mit zwei Titan-Noir-Ultra-Max-Projektoren. Ein externes Gerät teilt das Signal auf beide Projektoren auf, dazu kommen Polarisationsfilter und passive Brillen. Das Ergebnis ist ein sehr helles und kontrastreiches 3D-Bild, ohne aktive Shutterbrillen. Der Aufwand ist natürlich höher als bei einem einzelnen Projektor, aber das Konzept zeigt, dass 3D noch lange nicht tot ist.
GROBI-Tipp: Ob Lens Shift, Doppeliris oder Laser-TV bis 200 Zoll – solche Neuheiten lassen sich am besten live vergleichen. Kommen Sie gerne in eines unserer GROBI-Studios, unsere Experten beraten Sie mit über 26 Jahren Erfahrung persönlich.
LG
LG: OLED, Micro-LED und Dolby Atmos Flex Connect
LG hatte wieder Fernseher auf dem Stand, dazu OLED- und Micro-LED-Technologie. Projektoren gab es allerdings keine zu sehen. Interessanter war daher die Demonstration von Dolby Atmos Flex Connect.
Die Idee dahinter: Lautsprecher werden nicht millimetergenau nach Handbuch im Raum verteilt, sondern möglichst unkompliziert dort aufgestellt, wo Platz ist. Der Fernseher beziehungsweise die Soundbar stimmt die Wiedergabe dann auf das vorhandene Setup ab. Dazu gehören eine Soundbar, Subwoofer und drahtlose Satelliten.
Das ersetzt kein sauber geplantes Mehrkanal-Heimkino mit Lautsprechern in idealer Position. Aber für Räume, in denen bisher gar keine vernünftige Surround-Lösung möglich war, kann das ein sinnvoller Kompromiss sein. Das gezeigte System soll rund 2.800 Euro kosten und kann bei neueren LG-Fernsehern Dolby Atmos sogar drahtlos zur Soundbar übertragen.
Mit anderen Fernsehern oder Projektoren funktioniert das grundsätzlich ebenfalls, sofern ein HDMI-eARC-Anschluss vorhanden ist. Dann gelangt das Signal per HDMI in die Soundbar und von dort drahtlos zu den weiteren Lautsprechern.
AWOL
AWOL Valerian: Design-Laser-TV, Lens Shift und Multi View
AWOL hat mit der Valerian-Serie bereits eine starke Basis geschaffen. Der Valerion Master Max hat durch ein umfangreiches Software-Update noch einmal sichtbar gewonnen, insbesondere weil die vorhandene Iris jetzt besser genutzt wird, um Kontrast und nativen Schwarzwert weiter herauszuholen.
Auf der IFA wurde nun ein neuer Laser-TV gezeigt, der einige besonders interessante Ansätze kombiniert. Das Gerät soll voraussichtlich Ende 2026 auf den Markt kommen und preislich bei rund 6.000 Euro liegen.
Mehr Flexibilität bei der Aufstellung
Der neue AWOL LuxVision erhält als erstes Modell des Herstellers einen Lens Shift. Damit lässt sich die Bildhöhe nachträglich korrigieren, ohne den gesamten Projektor verschieben zu müssen. Das ist im Wohnraum ein echter Vorteil, denn in der Praxis sitzt nicht jede Bohrung, jedes Sideboard und jede Leinwand auf den Millimeter perfekt.
Auch bei der Gestaltung geht AWOL neue Wege. Geplant sind drei Standardvarianten, daneben sollen sich individuelle Designkombinationen direkt ab Werk bestellen lassen. Die Teile sind nicht einfach selbst wechselbar, sondern werden passend gefertigt. Das ist ein schöner Ansatz für alle, die einen Laser-TV nicht nur hinter einer Klappe verstecken, sondern bewusst sichtbar in den Raum integrieren möchten.
4K 120 Hertz und bis zu 200 Zoll
Technisch wird ordentlich aufgefahren: über 5.500 ANSI-Lumen, 4K mit 120 Hertz und ein optimierter Gaming-Modus. Auch bei der allgemeinen Videowiedergabe kann die hohe Bildfrequenz interessant werden. Beispielsweise könnte 24p-Material mit einem passenden Vielfachen verarbeitet werden. Wie sauber das am Ende umgesetzt wird, muss man dann im direkten Test beurteilen.
Vier Quellen gleichzeitig mit Multi View
Das spannendste Detail ist vermutlich die optionale Multi-View-Lösung. Mit zusätzlicher Hardware und vier weiteren HDMI-Eingängen lassen sich vier Quellen parallel auf der großen Bildfläche darstellen.
Damit wird ein Laser-TV plötzlich auch für Sportbars, Hotels oder Familien interessant, in denen mehrere Personen gleichzeitig unterschiedliche Inhalte sehen möchten. Fußball oben links, Basketball unten rechts, dazu Katzenvideos und noch etwas anderes, dann ist tatsächlich für alle etwas dabei.
Ergänzend sind die üblichen HDMI-Eingänge vorhanden. Über einen Anschluss im USB-C-Format, der an DisplayPort erinnert, soll auch ein Smartphone direkt eingebunden werden können. Die maximale Bildgröße liegt ebenfalls bei bis zu 200 Zoll.
Auch für Wintergarten und geschützte Außenbereiche
AWOL plant außerdem eine Lösung für geschützte Außenbereiche. Gemeint ist nicht der Betrieb im direkten Regen, aber etwa ein Wintergarten oder ein Bereich, in dem es zeitweise feuchter werden kann. Dazu soll es ein passendes Gehäuse mit vernünftiger Abdichtung und eine abdeckbare Leinwand geben.
Das zeigt sehr deutlich, wie die Hersteller denken: Laser-TV und Projektor sollen nicht mehr ausschließlich im abgedunkelten Heimkino stehen. Die Einsatzbereiche werden breiter, die Gehäuse wohnlicher und die Installationsmöglichkeiten flexibler.
Fazit
Was von der IFA 2026 im Heimkino-Bereich wirklich bleibt
Unterm Strich war die IFA für klassische Heimkino- und HiFi-Fans eher überschaubar. Die großen Namen, die früher riesige Flächen mit Fernsehern, Projektoren und Audioanlagen gefüllt haben, sind deutlich kleiner geworden oder ganz verschwunden. Panasonic zeigte nur wenige Fernseher, bei Samsung war auf dem Messegelände nichts zu sehen, und bei Sony fehlte ebenfalls die gewohnte Präsenz.
Bei Projektoren und Laser-TVs gab es trotzdem klare Trends:
4K mit 120 Hertz wird bei immer mehr Geräten zum Standardthema.
Irisblenden und Doppeliris-Systeme sollen den nativen Kontrast weiter verbessern.
Lens Shift hält zunehmend auch bei Laser-TVs Einzug.
Wohnraumdesign wird wichtiger, von Holzoptik bis zu individualisierbaren Gehäusen.
Flexible Nutzung reicht vom kompakten Reiseprojektor bis zum 200-Zoll-Laser-TV.
Chinesische Hersteller bestimmen Tempo, Innovationsdichte und Messepräsenz.
Hisense, XGIMI und AWOL haben interessante neue Produkte angekündigt, und BenQ arbeitet an einer potenziell sehr spannenden RGB-Laser-Lösung. Die Geräte werden besser, heller, flexibler und kontrastreicher. Gleichzeitig wächst die Auswahl so stark, dass man die Technik nicht nur anhand eines Datenblatts kaufen sollte.
Gerade bei Schwarzwert, Lautstärke, Aufstellung, Leinwand, Farbwirkung und Signalverarbeitung lohnt sich ein direkter Vergleich. Was auf einer Messe gut aussieht, muss im eigenen Raum nicht automatisch die richtige Lösung sein.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zu den IFA-Heimkino-Neuheiten 2026
Welche Projektoren auf der IFA 2026 unterstützen 4K mit 120 Hertz?
Der XGIMI Horizon 30, der XGIMI Aura 3 Max und der neue AWOL Laser-TV wurden mit 4K bei 120 Hertz angekündigt. Beim Hisense L9Q Pro soll die Funktion per Software-Update folgen.
Warum ist Lens Shift bei einem Laser-TV wichtig?
Lens Shift erlaubt es, das Bild mechanisch in der Höhe zu verschieben. Das erleichtert die Aufstellung, wenn Projektor und Leinwand nicht exakt zueinander positioniert werden können.
Ist eine 150-Zoll-ALR-Leinwand für jeden Raum geeignet?
Nein. Bei großen, glatten ALR-Leinwänden sollte der Sitzabstand ausreichend groß sein. Andernfalls kann die Bildmitte heller wirken als die Randbereiche.
Wann soll der neue AWOL Laser-TV erhältlich sein?
Die Auslieferung ist voraussichtlich für Ende 2026 geplant. Der Preis soll nach aktuellem Stand bei etwa 6.000 Euro liegen.
Sie möchten die neuesten Projektoren und Laser-TVs live vergleichen?
Mit über 26 Jahren Erfahrung beraten wir Sie gerne persönlich – live vor Ort in unseren Studios oder in einem individuellen Beratungstermin.
Beratungstermin anfragen Unsere Studios besuchenHeimkino geplant? Wir sind für Sie da!
Ob erste Idee oder konkrete Umsetzung – wir unterstützen Sie persönlich und mit Erfahrung.