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Lars’ Dachgeschosskino: 5.1 & Stereo Wiedergabe, Heimkino und Arbeitsplatz

Heimkino-Praxis · Stereo und Mehrkanal

Ein Dachraum für Musik, Filme und den Alltag

Lars verbindet eine eigenständige Linn-Stereoanlage, ein 5.1-Heimkino mit Ascendo-Lautsprechern und einen Arbeitsplatz unter dem Dach. Vier Subwoofer, eine große versenkbare Leinwand und sorgfältige Einmessung machen aus dem begrenzten Platz einen vielseitigen Hör- und Kinoraum.

Heruntergelassene Leinwand zwischen schwarzen Vorhängen mit Lars an der manuellen Bedienung neben dem rechten Fenster
Die manuelle Leinwand nutzt die schmale Raumfront weitgehend aus und fährt tief herunter.
Nutzbare Fläche
ca. 17 m²

Unter Berücksichtigung der Dachschrägen

Heimkino
5.1

Ascendo-Lautsprecher und Dirac ART

Subwoofer im Kino
4

Die beiden vorderen unterstützen auch Stereo

Sichtbare Bildbreite
2,60 m

Akustisch transparente Leinwand im Format 16:9

Drei Nutzungen, sorgfältig aufeinander abgestimmt

Ein Heimkino unter dem Dach, eine eigenständige Stereoanlage und ein kleiner Arbeitsplatz passen durchaus in einen Raum. Entscheidend ist das Zusammenspiel: Lautsprecherpositionen, Bassanbindung, Raumakustik und Bild müssen zu den vorhandenen Bedingungen und den persönlichen Prioritäten passen.

Lars hat sich bewusst für zwei getrennte Anlagen entschieden. Musik hört er über seine Linn-Lautsprecher, Filme laufen über ein 5.1-System von Ascendo. Gemeinsam nutzen die Anlagen die beiden vorderen Subwoofer.

Nach mehreren Stunden mit Messungen, Verschieben und Abstimmen ist daraus ein stimmiges Gesamtsystem geworden. Einige räumliche Kompromisse bleiben bestehen. Die Lösung passt jedoch zu Lars’ Alltag und zu seiner Vorliebe für Stereo und Film. Die Einmessung hat unser Partner Holger von der Krone vor Ort durchgeführt.

Holger von der Krone Heimkino-Besuch

Lars’ Dachgeschosskino im Rundgang

Lars zeigt die getrennten Anlagen, die gemeinsame Basslösung und die manuelle Leinwand. Dazu kommen die Ergebnisse der Einmessung und die Frage, wie sich Musikzimmer, Heimkino und Arbeitsplatz sinnvoll verbinden lassen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Stereo bleibt eigenständig

Die Linn-Anlage und das Ascendo-Heimkino erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die vorderen Subwoofer werden in beiden Systemen genutzt.

Aufstellung vor Filterberechnung

Einzelmessungen und verglichene Positionen bilden die Grundlage. Die digitale Einmessung des Heimkinos baut darauf auf.

Lebendigkeit für Musik erhalten

Die Raumakustik berücksichtigt Lars’ Wunsch nach einer lebendigen Stereowiedergabe und einem kontrollierten Kinoklang.

Der Raum bleibt wandelbar

Leinwand, Vorhänge und Verdunkelung ermöglichen den Wechsel zwischen hellem Musikzimmer und abgedunkeltem Heimkino.

Raumkonzept

Ein Dachraum mit drei Aufgaben

Der Raum ist 2,92 m breit und bis zum Knick 6,76 m lang. Unter Berücksichtigung der Dachschrägen beschreibt Lars die nutzbare Fläche mit ungefähr 17 m². Trotzdem finden hier eine große Leinwand, zwei Kinosessel, zwei eigenständige Lautsprechersysteme und eine Computerecke ihren Platz.

Die drei Nutzungen sollen sich möglichst wenig gegenseitig einschränken:

  • Stereo: Musik hören bei hochgefahrener Leinwand und etwas Tageslicht, ohne dauerhaft in einer dunklen Kinoumgebung zu sitzen.
  • Heimkino: Leinwand herunterlassen, Fenster verdunkeln und schwarze Vorhänge schließen, damit der Raum optisch in den Hintergrund tritt.
  • Arbeitsplatz: Im hinteren Bereich bleibt eine Computerecke für Büroarbeiten und andere Schreibtischaufgaben.

Gerade diese Wandelbarkeit macht das Konzept interessant. Lars hat diesen einen Raum zur Verfügung und verbindet darin Musik, Film und Alltag.

Der Arbeitsplatz nutzt den hinteren Bereich unter der Dachschräge. Der Projektor hängt darüber, sodass die Arbeitsfläche erhalten bleibt.

Arbeitsplatz mit Monitor und weißem Bürostuhl unter der Dachschräge, darüber der an einer Halterung montierte Projektor
Der Arbeitsplatz nutzt den hinteren Raumbereich, während der Projektor darüber hängt.
Stereo, Heimkino und Tiefbass

Zwei getrennte Anlagen, ein gemeinsames Basskonzept

Aktiv betriebene Linn-Kompaktlautsprecher für Musik

Für Musik stehen zwei kompakte Linn-Lautsprecher auf Ständern bereit. Sie werden aktiv über separate Endstufen betrieben. Im Tiefbass sind solchen Kompaktlautsprechern Grenzen gesetzt. Deshalb hat Lars zwei geschlossene Ecksubwoofer ergänzt, die den unteren Frequenzbereich unterstützen.

Bei den Einzelmessungen von Holger von der Krone (Holger2) zeigte sich, dass die Linn-Lautsprecher im Bereich um 50 Hz abfallen und ungefähr 45 Hz noch erreichbar sind. Damit war der Bereich eingegrenzt, in dem sich die Subwoofer sinnvoll anbinden lassen.

Die Stereo-Vorstufe bietet keine Möglichkeit, eine vollständige Frequenzweiche für Hauptlautsprecher und Subwoofer einzurichten. Eine klassische Trennung mit Hochpass für die Hauptlautsprecher ließ sich dort deshalb nicht einstellen. Stattdessen haben wir den Tiefpass der Subwoofer auf 40 Hz gesetzt und die Anbindung über Aufstellung und Abstimmung angepasst.

Weißes HiFi-Rack mit separaten Endstufen, Linn-Kompaktlautsprecher auf einem Ständer und vorderen Subwoofern
Die Stereoanlage bleibt eigenständig, die beiden vorderen Subwoofer unterstützen zusätzlich den Kinobetrieb.

Die Einstellung auf 40 Hz gilt für diese konkrete Kombination aus Lautsprechern, Subwoofern und Raum. Sie ist keine allgemeine Empfehlung für Stereoanlagen.

Entscheidend war das gemessene Zusammenspiel am Hörplatz. Die Zahl am Tiefpassregler allein beschreibt noch keine vollständige akustische Trennung des Systems.

Ascendo für den Kinobetrieb

Das Heimkino arbeitet mit fünf Ascendo-Lautsprechern. Ein Denon AV Verstärker übernimmt ausschließlich die Vorstufenfunktion. Die Verstärkung der fünf Kinolautsprecher erledigt eine separate Fünfkanal-Endstufe.

Im Kinobetrieb gehören insgesamt vier Subwoofer zum System:

  • Zwei vordere Subwoofer unterstützen auch die Stereoanlage.
  • Zwei weitere Subwoofer stehen im hinteren Raumbereich.
  • Für das Heimkino wurden alle vier gemeinsam mit Dirac ART abgestimmt.

Lars bezeichnet die Anlage weiterhin als 5.1-System. Gemeint sind die fünf Hauptkanäle und der Bassbereich, der hier über vier physische Subwoofer wiedergegeben wird. Daraus lässt sich keine bestimmte Anzahl unabhängig angesteuerter Subwooferkanäle ableiten.

Die Lautsprecher müssen zur Dachschräge passen

Die Ascendo-Lautsprecher sind eine bewusste Weiterentwicklung. Etwa zweieinhalb Jahre zuvor hatte Lars hier bereits ein kleineres Nubert-Setup eingemessen. Damals entstand die Überlegung, bei einem späteren Ausbau stärker in Richtung Kinolautsprecher zu gehen. Wirkungsgrad und klangliche Auslegung können sich gegenüber klassischen HiFi-Lautsprechern unterscheiden.

Dass es schließlich Ascendo statt der ebenfalls erwogenen MAG Audio-Lösung wurde, hatte auch einen praktischen Grund: Es gab angewinkelte Lautsprecher, die Lars besser in seine Dachschrägen integrieren konnte. Die passende Bauform war damit ein wichtiges Auswahlkriterium. Wenn Sie an richtigen Kinolautsprechern interessiert sind, dann empfehlen wir Ihnen unsere MAG Theatron Serie. Im Gegensatz zu ASCENDO liefert MAG Audio Kinolautsprechern weltweit an die grossen Kinoketten. Wenn Sie richtigen Kinoklang im eigenen Heimkinko erleben möchten, kommen Sie zu uns nach Kaarst oder zu unserem Partner Holger Franz von Heimkinobau an die Wurster Nordseeküste und erleben Sie richtigen Kinosound.

Aufstellung und Einmessung

Erst messen und aufstellen, dann mit Dirac ART abstimmen

Ein großer Teil der Arbeit findet vor der abschließenden Filterberechnung statt. Holger von der Krone hat zunächst die Lautsprecher einzeln gemessen, anschließend die Subwoofer untersucht und wiederholt die Positionen verändert. Insgesamt kam er auf ungefähr viereinhalb Stunden Arbeit.

Gerade bei der Stereoanlage war die Positionssuche wichtig. Hier sollte die Aufstellung ohne zusätzliche DSP-Korrektur bereits möglichst gut funktionieren. Reflexionen und die Wechselwirkung mit dem Raum lassen sich nicht anhand einer optisch symmetrischen Aufstellung beurteilen.

Sein Vorgehen bestand im Wesentlichen aus fünf Schritten:

  1. Ausgangszustand erfassen: Raumakustik, Lautsprecher und Subwoofer zunächst getrennt beurteilen.
  2. Lautsprecherpositionen vergleichen: Verschiedene Aufstellungen messen und ungünstige Reflexionen beziehungsweise Einbrüche möglichst reduzieren.
  3. Subwooferpositionen abstimmen: Die einzelnen Bassquellen prüfen und ihre Positionen auf das übrige System abstimmen.
  4. Die Systeme einrichten: Die Bassanbindung im Stereoaufbau einstellen und das Heimkino mit Dirac ART einmessen und nachbearbeiten.
  5. Das Ergebnis anhören: Abschließend prüfen, ob die Abstimmung musikalisch und im Film überzeugt.

Ein Restproblem bleibt bei der Stereoanlage im Bereich um 50 Hz bestehen: Dort zeigt sich eine kleine raumbedingte Auslöschung. Über die Aufstellung hat er sie so weit wie möglich optimiert. Ohne zusätzliche DSP-Korrektur bleibt die Aufgabe in diesem Raum, den bestmöglichen Kompromiss zu finden.

Wenn Sie die Grundlagen vertiefen möchten, finden Sie auf der Seite von unserem Partner Heimkinoraum eine Vielzahl von Artikel zu diesem Thema.

Warum die automatische Berechnung allein nicht gereicht hat

Lars hatte Dirac ART bereits selbst ausprobiert, am Computer eingerichtet und Filter berechnet. Das Ergebnis blieb jedoch hinter dem zurück, was mit seiner Anlage möglich war.

Mit der vorbereitenden Positionssuche und der anschließenden manuellen Nacharbeit durch Holger von der Krone entstand die Abstimmung, mit der er jetzt zufrieden ist. Einmesssoftware ist ein Werkzeug innerhalb dieses Prozesses. Sie ersetzt weder die Prüfung des tatsächlichen Aufbaus noch die abschließende Hörkontrolle.

Dirac ART nutzt Lautsprecher innerhalb eines Systems gemeinsam, um Raumresonanzen und das zeitliche Abklingen zu kontrollieren. Weitere Informationen hat unser Partner Holger Franz auf der Seite Heimkinobau veröffentlicht.

In Lars’ Raum war entscheidend, die vorhandenen Lautsprecher und vier Subwoofer als zusammenhängendes Heimkinosystem abzustimmen. Bei Stereo verbesserten wir dagegen die Aufstellung und die Bassanbindung ohne zusätzliche DSP-Korrektur.

Der Aufwand hat sich für ihn gelohnt. Sowohl bei Musik als auch im Kino empfindet Lars das Zusammenspiel als deutlichen Schritt nach vorn.

Bild und Verdunkelung

2,60 Meter Bildbreite auf knapp drei Metern Raumbreite

Beim Bild wollte Lars die verfügbare Breite möglichst vollständig ausnutzen. Seine akustisch transparente Leinwand bietet 2,60 m sichtbare Bildbreite im Format 16:9. Bei einer Raumbreite von 2,92 m bleibt daneben wenig Platz.

Ungewöhnlich ist die Bedienung: Die Leinwand wird mit einer Handkurbel bewegt. Lars hat diese Ausführung bewusst gewählt, weil er damit mehr Bildbreite unterbringen konnte. Seiner Einschätzung nach gewann er ungefähr 20 cm gegenüber der damals infrage kommenden Alternative.

Die Leinwand fährt weit nach unten. Direkt davor liegt schwarzer Teppich. Verdunkelungsrollos halten das Tageslicht zurück, schwarze Vorhänge reduzieren die Ablenkung durch helle Flächen. Dort, wo Stoff vor Lautsprechern liegt, wird eine akustisch transparente Ausführung verwendet.

Mikroperforierte Folie statt gewebtem Tuch

Die Leinwand besteht aus einer mikroperforierten Folie und nicht aus einem gewebten Tuch. Lars sitzt relativ nah am Bild: Der Sitzabstand beträgt ebenfalls ungefähr 2,60 m. Bildbreite und Abstand stehen damit im Verhältnis 1:1.

Von seinem Platz aus nimmt Lars die Perforation nicht störend wahr. Noch näher würde er nicht herangehen. Das hat er ausprobiert; dann wird die Struktur für ihn sichtbar. Bei der Anschaffung war die gewünschte Kombination aus Bauform und Bildbreite ausschlaggebend.

Der zentrale Sitzplatz liegt mittig vor der Leinwand. Zusammen mit der schwarzen Umgebung entsteht die von Lars gewünschte Wirkung: ein großes Bild mit wenig Ablenkung an den Seiten.

Valerion VisionMaster Max statt JVC NP5

Als Projektor nutzt Lars inzwischen einen Valerion VisionMaster Max. Zuvor war ein JVC NP5 im Einsatz. Mit dem Wechsel ist er sehr zufrieden, insbesondere mit der Lichtleistung und dem Bildeindruck insgesamt.

Das ist seine persönliche Bewertung innerhalb dieser Installation und kein allgemeines Urteil über beide Geräte. Ein separater Player und ein Apple TV übernehmen die Zuspielung. Für Lars passt die Kombination zu seinem Kino und seinen Sehgewohnheiten. Wir haben bei GROBI die Modelle des Herstellers Valerion in der Vorführung. Natürlich können wir Ihnen auch die aktuellen Modelle von JVC im Vergleich präsentieren. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin.

Reflexionen, Bass und Nachhall

Raumakustik: für Stereo lebendig, für Kino kontrolliert

Die Raumakustik ist bereits auf einem guten Stand. Trotzdem gibt es einzelne Stellen, an denen sich gezielt nacharbeiten lässt. An wichtigen Positionen hängen Absorber; bei den Messungen fanden wir noch ein oder zwei auffällige Reflexionen.

Die möglichen Reflexionswege hat Holger von der Krone zunächst mit der Schnurmethode eingegrenzt. Als nächster Schritt bietet sich die Spiegelmethode an: Vom Hörplatz aus wird geprüft, an welchen Wandstellen das Spiegelbild eines Lautsprechers sichtbar ist. Dort lässt sich genauer untersuchen, ob ein Absorber richtig sitzt und ausreichend wirksam ist.

Bei Lars kommen zwei Ursachen infrage: Manche Absorber könnten an der relevanten Stelle zu dünn sein, andere nach den Umbauten nicht mehr an der passenden Position hängen. Der Raum war früher bereits abgestimmt worden, unter anderem mit Tipps von Holger Franz. Inzwischen hatte sich so viel verändert, dass eine erneute Prüfung sinnvoll war.

Warum vier Subwoofer hier sinnvoll sind

In den hinteren Ecken stehen zwei kräftige Bassabsorber. Sie sind unten etwa 60 cm tief und bringen damit viel Material in den Raum. Die hinteren Subwoofer sind ebenfalls in diesem Bereich untergebracht.

Hinzu kommt die Bauweise des Dachgeschosses. Nicht alle Begrenzungsflächen verhalten sich im Bass wie massive, stark reflektierende Wände. Ein Teil der tiefen Frequenzen wird durch die Konstruktion übertragen und nicht vollständig in den Raum zurückgeworfen.

Weiß verkleideter Bassabsorber in der hinteren Ecke unter der Dachschräge mit einem schwarzen Subwoofer im unteren Bereich und Bürostuhl links

Die Anzahl der Subwoofer allein ist deshalb kein sinnvoller Maßstab. Vier Subwoofer in einem relativ kleinen Raum müssen nicht automatisch zu viel sein. In dieser Installation passten die verfügbare Bassleistung und die gemeinsame Abstimmung zu den Bedingungen.

Rund 300 Millisekunden Nachhall als bewusster Kompromiss

Die Nachhallzeit liegt hier in einer Größenordnung von ungefähr 300 ms. Für ein ausschließlich auf Kino ausgelegtes Konzept hätte ich eine kürzere Nachhallzeit erwogen, etwa 100 bis 150 ms weniger. Lars hört jedoch viel Stereo und möchte dabei eine gewisse Lebendigkeit behalten.

Deshalb hat Lars und Holger von der Krone den Raum nicht maximal bedämpft. Die Priorität liegt bei der Musikwiedergabe, während der Kinobetrieb ebenfalls berücksichtigt wird. Ein Raum, der für den einen angenehm kontrolliert klingt, kann dem anderen bereits zu trocken erscheinen.

Solche Werte müssen im Zusammenhang mit Raumgröße, Frequenzbereich und Nutzung betrachtet werden. Die genannten 300 ms beschreiben den hier gefundenen Kompromiss und sind keine allgemeine Zielvorgabe.

Beim Boden gibt es noch Potenzial

Im Verlauf der Nachhallzeit zeigte sich eine mögliche Schwachstelle: Zu hohen Frequenzen hin wird der Raum deutlich trockener. Der Teppich trägt dazu bei.

Eine Überlegung wäre, im hinteren Bereich beispielsweise Vinyl oder einen anderen weniger stark absorbierenden Boden einzusetzen. Damit ließe sich für Stereo etwas Lebendigkeit zurückholen. Da der Hörplatz relativ weit vorn liegt, erwartet Holger von der Krone in dieser Installation durch die Änderung keine entsprechend problematischen frühen Reflexionen aus dem hinteren Bereich. Das Ergebnis müsste nach einem Umbau überprüft werden.

Es geht um eine gezielte Veränderung dort, wo die Messung eine unausgewogene Bedämpfung erkennen lässt. Vorn erfüllt der schwarze Teppich weiterhin eine wichtige optische Aufgabe für das Bild.

Ausblick

Was sich später noch erweitern ließe

Aktuell gibt es weder einen zusätzlichen mittigen Lautsprecher ganz hinten noch Höhenlautsprecher. Lars ist mit seinem 5.1-System zufrieden. Eine gut abgestimmte Anlage darf deshalb auch erst einmal unverändert bleiben.

Zwei mögliche Erweiterungen haben die beiden dennoch besprochen:

Ein zusätzlicher hinterer Lautsprecher

Im Bereich des Arbeitsplatzes ließe sich ein sechster Hauptlautsprecher unterbringen. Ziel wäre ein geschlosseneres Klangfeld hinter dem Hörplatz. Die konkrete Kanalzuordnung müsste zur Vorstufe und zum gewählten Wiedergabekonzept passen.

Vier Höhenlautsprecher

Die Abstände nach vorn und hinten bieten eine interessante Grundlage für eine zusätzliche Höhenebene. Eine passende Planung könnte das Klangfeld um eine räumlich geschlossenere Ebene oberhalb des Hörplatzes ergänzen.

Beides sind Optionen. Zunächst war Lars wichtiger, dass der Tiefbass sauber eingebunden ist und alle vorhandenen Komponenten harmonisch zusammenspielen. Dort liegt jetzt der große Fortschritt.

Das Ergebnis

Zwei Anlagen, gemeinsam auf den Raum abgestimmt

Lars’ Dachgeschosskino zeigt, wie viel in einem kleinen Multifunktionsraum möglich ist. Die getrennten Anlagen bewahren den jeweils gewünschten Charakter für Stereo und Film. Die gemeinsame Nutzung der vorderen Subwoofer verbindet beide Konzepte sinnvoll. Die große, versenkbare Leinwand macht aus dem helleren Musikzimmer bei Bedarf ein Heimkino.

Der entscheidende Schritt war die Kombination aus passender Lautsprecherauswahl, gemessener Aufstellung, gezielter Raumakustik und sorgfältiger Einmessung des Heimkinos mit Dirac ART. Die Stereoanlage profitiert von der optimierten Aufstellung und Bassanbindung.

Einige Verbesserungen bleiben denkbar. Für Lars ist jedoch ein Punkt erreicht, an dem die Anlage erst einmal lange so bleiben darf. Musik hören und Filme genießen stehen jetzt im Vordergrund.

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