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Stefans Dachgeschosskino: Sechs Subwoofer mit WaveForming

Heimkino-Praxis · Raumakustik und Bass

Sechs Subwoofer, Dachschrägen und ein deutlich besseres Ergebnis nach einer Einmessung von unserem Partner Holger von der Krone (Holger2)

Vier Subwoofer vorne, zwei hinten und ein ungewöhnlicher Grundriss: Stefans Dachgeschosskino stellt hohe Anforderungen an Aufstellung und Einmessung. Mit Trinnov WaveForming hat unser Partner Holger von der Krone von VDK-Akustik das vorhandene System beim zweiten Termin hörbar weitergebracht.

Subwoofer
6

Vier vorne, zwei hinten

Leinwandbreite
3 m

Stewart mit elektrischer Maskierung

Sitzplätze
3

Bequeme Sessel im helleren Raumbereich

Sternenhimmel
ca. 800

Einzeln eingesetzte Glasfasersterne

Ein anspruchsvolles Heimkino mit persönlichem Charakter

Stefans Dachgeschosskino im hohen Norden ist akustisch keine einfache Aufgabe. Unterschiedliche Raumbreiten, Dachschrägen und ein ehemaliger Wanddurchbruch beeinflussen die Voraussetzungen. Beim zweiten Termin hat Holger von der Krone deshalb noch einmal rund fünf bis sechs Stunden gemessen, Einstellungen verglichen und das Zusammenspiel der Anlage abgestimmt.

Das Ergebnis kann sich hören lassen. Besonders im Bass hat das System einen deutlichen Schritt gemacht. Dafür waren zwei zusätzliche Subwoofer ein wichtiger Anfang. Entscheidend waren anschließend ihre Positionierung und die passende Einmessung mit Trinnov WaveForming.

Der Raum bleibt dabei ein persönliches Heimkino: vorne ein dunkler Bereich mit großer Leinwand, hinten drei bequeme Sessel, Bücher und Filme. Dazu kommt ein selbst gebauter Sternenhimmel. Stefan hat sich einen Raum geschaffen, der Filmtechnik und gemütlichen Rückzugsort miteinander verbindet.

GROBI Heimkino-Besuch

Stefans Dachgeschosskino im Rundgang

Holger von der Krone zeigt den ungewöhnlichen Raum, die Lautsprecher, das Technikrack und den selbst gebauten Sternenhimmel. Im Mittelpunkt steht das Bass-Upgrade mit sechs Subwoofern und Trinnov WaveForming.

Raumkonzept

Fast zehn Meter Länge und zwei unterschiedliche Raumbreiten

Knapp 10 m lang ist der Raum insgesamt. Vorne misst er 3,23 m in der Breite, hinten sind es 5,25 m. Das bietet Platz für eine aufwendige Anlage, verlangt aber auch eine Abstimmung auf die ungewöhnliche Geometrie.

Ursprünglich waren es zwei getrennte Räume. Nach dem Entfernen der Wand musste oben ein Träger eingebaut werden. Geblieben ist ein ungefähr 50 cm tiefer Vorsprung, der die ehemalige Raumteilung weiterhin erkennen lässt. Zusammen mit den Dachschrägen und den unterschiedlichen Breiten prägt er die akustischen Bedingungen.

Die Aufteilung besitzt ihren eigenen Charme. Rund um die Leinwand ist der Raum dunkel gestaltet. Der hintere Bereich bleibt freundlich und wohnlich. Hier kann Stefan auch ein Buch lesen, ohne dafür in einem vollständig schwarzen Kinoraum sitzen zu müssen.

Für den Filmbetrieb lässt sich der Raum vollständig abdunkeln. Vorhänge und Rollläden halten störendes Tageslicht von der Leinwand fern. Die Rollläden werden zusätzlich über eine Automatik mit Sensor gesteuert.

Bass und Einmessung

Mehr Subwoofer waren erst der Anfang

Bereits einige Monate zuvor hatte Holger von der Krone Stefans damaliges Setup eingemessen. Zu diesem Zeitpunkt standen ausschließlich vorne vier Subwoofer. Dabei wurde deutlich, dass wir den Bassbereich weiter verbessern konnten.

Im nächsten Schritt kamen zwei weitere Subwoofer im hinteren Raumbereich hinzu. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Gehäusezahl und Ansteuerung: Die vier vorderen Subwoofer sind an zwei Kanälen angeschlossen. Sechs Subwoofergehäuse bedeuten hier also nicht sechs separat angesteuerte Subwooferkanäle.

Beim zweiten Termin hat Holger von der Krone verschiedene Betriebsweisen miteinander verglichen:

Ausgangspunkt: vier vorne

Die vier vorderen Subwoofer bildeten die Ausgangssituation der ersten Einmessung.

Multi-Sub mit Ergänzung hinten

Mit den zusätzlichen hinteren Subwoofern war deutlich mehr Tiefton vorhanden. Der Bass wirkte zunächst jedoch noch etwas bollerig.

Abstimmung mit WaveForming

Der Wechsel auf Trinnov WaveForming brachte in diesem Raum eine weitere hörbare Verbesserung. Stefan war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Da bereits eine Trinnov Altitude32 vorhanden war, bot sich die entsprechende Einrichtung an. Der zusätzliche Aufwand hat sich in dieser Installation gelohnt.

Warum die hinteren Subwoofer nicht symmetrisch stehen

Die Positionen der hinteren Subwoofer wurden durch Messungen bestimmt. Deshalb stehen sie nicht vollständig symmetrisch im Raum. Das ist eine bewusste Entscheidung für diese konkrete Installation.

Der Vergleich hat gezeigt: Mehr Bass ist nicht automatisch besserer Bass. Die zusätzlichen Gehäuse brachten zunächst mehr Tiefton. Entscheidend war anschließend, das gesamte System passend zum Raum einzurichten.

WaveForming nutzt mehrere Subwoofer, um die Ausbreitung tieffrequenter Energie im Raum gezielt zu beeinflussen. Anzahl, Aufstellung und Ansteuerung müssen zur Raumgeometrie und zum vorgesehenen Hörbereich passen. Hintergrundinformationen finden Sie hier bei uns auf der Trinnov und im ausführlichen Video

Für Stefans Kino zählt das konkrete Ergebnis: Trotz des ungewöhnlichen Grundrisses hat sich die Abstimmung ausgezahlt. Eine pauschale Erfolgsgarantie für jeden Raum lässt sich daraus nicht ableiten.

Lautsprecher und Hörplätze

Klipsch und Triad im gemeinsamen Setup

Die Basis der Anlage bildet ein Klipsch THX Ultra2-System mit Subwoofern und separaten Endstufen. An einigen Positionen ergänzen Lautsprecher von Triad die Zusammenstellung.

  • Center: ein Triad-Lautsprecher hinter der Leinwand.
  • Vordere Höhenlautsprecher: zwei Lautsprecher von Triad.
  • Hintere Höhenlautsprecher: zwei Lautsprecher von Klipsch.
  • Seitliche Surroundlautsprecher: Dipole.
  • Hintere Surroundlautsprecher: Direktstrahler.

Bei den seitlichen Dipolen konnte Holger von der Krone Stefan nicht von einem Wechsel überzeugen. Dafür gibt es einen konkreten räumlichen Hintergrund: Auf dem äußeren Sessel sitzt man relativ nah am seitlichen Lautsprecher. Stefan bleibt an dieser Stelle deshalb bei den Dipolen. Hinten kommen dagegen Direktstrahler zum Einsatz.

Diese Entscheidung sollte man im Zusammenhang mit den tatsächlichen Hörplätzen betrachten. Der kurze Abstand am äußeren Sitz ist Teil der vorhandenen Situation und muss bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Leinwand und Projektion

Drei Meter Stewart-Leinwand und Platz hinter der Front

Vorne hängt eine 3 m breite, elektrisch maskierbare Stewart-Leinwand. Oberhalb befinden sich die beiden vorderen Höhenlautsprecher. Der Center und die übrige Fronttechnik sind hinter der Leinwand untergebracht.

Zwischen Leinwand und dem unteren Drempel liegen ungefähr 2 m. Bei einem insgesamt fast 10 m langen Raum lässt sich dieser Abstand nutzen, um die Komponenten hinter der Front unterzubringen.

Auch die Verstärker bleiben dort erreichbar, wenn man unter der Leinwand hindurchkriecht. Beim ersten Termin habe ich das selbst ausprobiert. Beim zweiten Besuch war das nicht mehr nötig, weil bereits vieles vorbereitet war.

Für das Bild arbeitet im hinteren Raumbereich ein 3D-fähiger SIM2-Projektor. Neben der klassischen Filmwiedergabe gehört damit auch 3D weiterhin zu Stefans Heimkino.

Elektronik und Steuerung

Die Technik sitzt im Rack, die Bedienung auf dem iPad

Der bauliche Vorsprung erschwert die akustische Aufgabe, bietet aber eine praktische Möglichkeit, die Elektronik unterzubringen. Im Rack sitzen unter anderem:

  • eine Furman-Komponente für die Stromversorgung,
  • die RTI-Steuerung,
  • eine Trinnov Altitude32 als AV-Prozessor,
  • ein VU+-Receiver für den Fernsehempfang,
  • ein OPPO-Player, auch für 3D,
  • eine Trinnov Amplitude-Endstufe.

Gesteuert wird die Anlage über ein iPad mit einer entsprechend programmierten RTI-Bedienoberfläche. Die Funktionen sind dort zusammengeführt, damit Stefan nicht ständig zwischen verschiedenen Fernbedienungen wechseln muss.

Dass hier weiterhin viele Filme von Disc laufen, zeigen die gut gefüllten Medienregale. Die Sammlung gehört ebenso zum Raum wie die Elektronik. Zusammen mit den drei Sesseln entsteht ein technisch aufwendiges Kino, das gemütlich bleibt.

Eigenbau und Atmosphäre

800 Glasfasersterne und zwei Wochen Eigenarbeit

Wenn die Rollläden geschlossen sind, bekommt die Decke ihren Auftritt. Stefan hat einen Sternenhimmel mit ungefähr 800 einzelnen Glasfasersternen selbst gebaut. Zwei in die Decke integrierte Lichtprojektoren lassen die Sterne lebendig wirken.

Bekannte Sternbilder muss man darin nicht suchen. Die Anordnung ist frei gewählt. Mir kam jedenfalls kein vertrautes Sternbild unter, und Stefan bestätigte, dass das so gedacht ist.

Der Arbeitsaufwand war beträchtlich: Rund zwei Wochen hat Stefan daran gearbeitet. Für die kleinen Öffnungen kamen 1 mm starke Bohrer zum Einsatz, von denen er ungefähr 40 Stück verbraucht hat. Das verlangt Geduld. Das Ergebnis passt zur persönlichen Atmosphäre dieses Dachgeschosskinos.

Das Ergebnis

Was dieses Heimkino besonders macht

Stefans Kino zeigt, dass ein anspruchsvolles Heimkino auch unter ungewöhnlichen räumlichen Bedingungen entstehen kann. Hier gibt es Dachschrägen, unterschiedliche Raumbreiten, einen ehemaligen Wanddurchbruch und einen hellen Sitzbereich. Die Voraussetzungen verlangen Arbeit, geben dem Raum aber auch seinen Charakter.

Der größte technische Fortschritt lag diesmal im Bass. Zwei zusätzliche Subwoofer, messtechnisch ermittelte Positionen und die Einrichtung mit WaveForming haben das vorhandene System hörbar weitergebracht.

Zusammen mit der großen Leinwand, der zentralen Steuerung und dem selbst gebauten Sternenhimmel ist daraus ein persönliches Dachgeschosskino geworden. Technik und Raumgestaltung greifen ineinander, ohne den wohnlichen Charakter aufzugeben.

Wenn Sie Ihr eigenes System erweitern möchten, sollten Sie die Auswahl der Subwoofer gemeinsam mit Aufstellung, Hörplätzen und Einmessung betrachten. Stefans Anlage zeigt, wie wichtig dieses Zusammenspiel ist.

AV-Prozessoren und Systemplanung

High-End im Heimkino heißt auch: genügend Kanäle

Solche Anlagen zeigen, warum leistungsfähige AV-Prozessoren interessant werden. Es geht über typische Konfigurationen wie 7.1 oder 7.1.4 hinaus. Mit vielen Lautsprechern und mehreren Subwoofern wird die verfügbare Zahl unabhängig nutzbarer Kanäle zu einem wichtigen Planungspunkt.

Bei uns im GROBI-Kino sind Prozessoren von StormAudio und Trinnov direkt vergleichbar installiert. Über einen Umschalter lassen sich unterschiedliche Setups gegenüberstellen, darunter Dirac ART und Trinnov WaveForming sowie die Einmessung mit Dirac und dem Trinnov Optimizer.

Allein dort sind acht Subwoofer installiert. Wir haben auch Anlagen mit 16 Subwoofern umgesetzt. Bei großen Systemen mit bis zu 32 Kanälen werden die Möglichkeiten gewöhnlicher AV-Verstärker und Vorstufen irgendwann knapp.

Entscheidend ist, ob der Prozessor genügend passende Ausgänge und Verarbeitungsmöglichkeiten für das geplante Setup bietet. Die Anzahl der Lautsprechergehäuse allein reicht zur Beurteilung nicht aus. Stefans vier vordere Subwoofer an zwei Kanälen sind dafür ein anschauliches Beispiel.

Große Anlagen haben wir ebenfalls vorführbereit aufgebaut. Ergänzende Informationen zu Raumeinmessung und Raumkorrektur finden Sie auch in unserem Shop.

GROBI Beratung

Wie lässt sich Ihr Heimkino gezielt verbessern?

Wir betrachten Raum, Lautsprecher, Subwoofer und Ansteuerung gemeinsam. Ob bestehende Anlage oder geplante Erweiterung: Wir beraten Sie zu sinnvollen nächsten Schritten und zeigen Ihnen unterschiedliche Lösungen in unseren Studios.

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