SVS 3000 Micro Revolution: Was kann der neue Subwoofer und was ändert sich gegenüber dem Vorgänger?
Subwoofer im Test
Vergleich der Chassis (9″ vs. 8″), OLED-Display, XLR/Cinch und warum Raum & Einmessung entscheidend sind.
Ein großer Subwoofer bringt automatisch den besseren Bass? Schön wär’s. Im Heimkino entscheidet nicht allein die Größe des Gehäuses, sondern vor allem das Zusammenspiel aus Raum, Aufstellung und Einmessung. Genau deshalb ist der SVS 3000 Micro Revolution interessant: Er bleibt erstaunlich kompakt und bringt einige Neuerungen mit, die im Alltag mehr ausmachen können als ein noch größerer Kasten.
Das Wichtigste auf einen Blick
Raumgröße, Position und Einmessung sind für guten Bass wichtiger als die Gehäusegröße allein.
Der 3000 Micro Revolution ergänzt den Vorgänger um automatische Einmessung, OLED-Display und XLR-Anschlüsse.
Für zufriedene Besitzer des bisherigen 3000 Micro ist der Wechsel nicht zwingend nötig.
Grundlagen
Bevor wir über den Subwoofer sprechen: Was macht der Raum mit dem Bass?
Wer einfach einen möglichst großen Subwoofer in den Raum stellt, kann statt sattem Tiefbass vor allem Dröhnen bekommen. Tiefe Frequenzen regen Raummoden an. Je nach Raumabmessungen und Position des Subwoofers werden bestimmte Frequenzen am Hörplatz besonders laut, während andere schwächer ausfallen.
Darum betrachten wir bei der Planung immer den Raum mit. Schon für einen einfachen rechteckigen Raum, beispielsweise mit fünf mal vier Metern, lässt sich mit Room EQ Wizard, kurz REW, untersuchen, wie sich der Bass voraussichtlich verhält. Interessant ist dabei nicht nur die Frage, welcher Subwoofer passt. Auch die Position und die Möglichkeit, zwei oder vier Subwoofer einzusetzen, gehören zur Überlegung. Diesen Service bieten wir Ihnen gerne bei einer Beratung per Mail, am Telefon oder in unseren Räumlichkeiten an.
Der entscheidende Gedanke: Der passende Subwoofer ist nicht zwangsläufig der größte. Ein kleines Modell kann sich in einem konkreten Raum besser integrieren und dort das überzeugendere Ergebnis liefern.
Vergleich
SVS 3000 Micro Revolution und 3000 Micro im Vergleich
Stellt man den SVS 3000 Micro Revolution neben seinen Vorgänger, dem SVS SB-3000 Micro, fällt zunächst kaum ein Größenunterschied auf. Breite, Höhe und Tiefe sind praktisch gleich geblieben. Auch beim genannten Gewicht von jeweils 10,2 Kilogramm hat sich nichts Wesentliches getan. Die auffälligste Änderung an den Chassis steckt auf den beiden Seiten: Statt zwei 8-Zoll-Membranen arbeitet das neue Modell mit zwei 9-Zoll-Membranen.
Warum sitzen die Membranen einander gegenüber?
Die zwei Chassis arbeiten auf gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses. Dadurch gleichen sich die auf das Gehäuse wirkenden Kräfte weitgehend aus. Bei einem Subwoofer mit nur einem arbeitenden Chassis kann sich dessen Bewegung stärker auf das Gehäuse übertragen. Die Anordnung des Micro hält die Gehäusebewegung dagegen gering.
Das ist nicht bloß ein Detail auf dem Datenblatt. Es hilft dabei, einen kräftigen Subwoofer in einem kleinen Gehäuse unterzubringen, ohne dass dieses selbst unnötig in Bewegung gerät.

Anschlüsse
OLED-Display, XLR und Cinch: Die Neuerungen auf der Rückseite
Beim Blick auf die Rückseiten wird der Generationswechsel deutlicher. Der 3000 Micro Revolution besitzt ein OLED-Display. Einstellungen lassen sich damit direkt am Subwoofer als Werte ablesen. Beim Vorgänger gab es dafür lediglich kleine LED-Anzeigen. Das macht die Bedienung am Gerät spürbar übersichtlicher.
Neu sind außerdem symmetrische XLR-Anschlüsse. Wer passende Elektronik besitzt, kann sie nun auch am Micro nutzen. Die gewohnten Cinch-Anschlüsse bleiben erhalten, was für die Verbindung mit üblichen AV-Receivern wichtig ist. Es geht also nicht um XLR statt Cinch, sondern um eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit.

Einmessung
Die wichtigste Neuerung: automatische Einmessung per App
Der Vorgänger ließ sich bereits über die SVS App einstellen. Dazu gehörte ein parametrischer Equalizer: Man konnte eine problematische Frequenz auswählen und Bandbreite sowie Pegel anpassen. Das ist nützlich, setzt aber voraus, dass man die Problemstelle im Raum kennt, etwa durch eine Messung mit REW.
Der 3000 Micro Revolution bietet zusätzlich eine automatische Einmessung. Die App lässt einen Testton abspielen, erfasst den Bass über ein Mikrofon und passt den Subwoofer an. Anschließend zeigt sie die Korrektur auch grafisch an. So wird nachvollziehbar, welche Frequenzbereiche geglättet werden sollen, um Dröhnen zu reduzieren.
Für die Messung kann das Mikrofon des Smartphones verwendet werden. Wir empfehlen jedoch ein hochwertigeres externes Mikrofon, wenn die Kalibrierung möglichst präzise ausfallen soll. SVS bietet dafür optional ein Messmikrofon mit Stativgewinde und passenden Adaptern für Mobilgeräte an. Die App lässt sich im jeweiligen App-Store unter SVS finden. Bitte sprechen Sie uns an. Wir liefern den SVS 3000 Micro Revolution inklusive dem SVS Mikrofon aus.
Wichtig bleibt trotz Automatik: Eine Einmessung ist kein Freibrief für irgendeinen Aufstellort. Erst eine sinnvolle Position finden, dann messen und korrigieren. So spielt der kleine Subwoofer seine Möglichkeiten am besten aus.
GROBI-Tipp: Ob die richtige Subwoofer-Position, REW-Messung oder automatische Einmessung – mit über 26 Jahren Erfahrung beraten wir Sie gerne persönlich, welche Lösung zu Ihrem Raum passt.
Zubehör
Aufstellung und Zubehör: Entkopplungsfüße und Funkverbindung
Durch die gegenläufig arbeitenden Chassis bleibt das Gehäuse vergleichsweise ruhig. Das eröffnet bei der Integration in den Wohnraum Spielraum. Wir haben einen solchen Micro sogar schon in einem Schrank untergebracht. Ob das im eigenen Raum gut funktioniert, muss natürlich zur jeweiligen Aufstellung passen.
Der Subwoofer wird mit Füßen geliefert. Wer ihn stärker vom Untergrund entkoppeln möchte, kann die optionalen SVS SoundPath Isolation Füße verwenden. Die vier massiven Gummifüße werden untergeschraubt und sind für SVS Subwoofer gedacht.
Und was, wenn die beste Position auf der anderen Seite einer Tür liegt und sich dorthin kein Audiokabel legen lässt? Dafür gibt es den optionalen SoundPath Wireless Audio Adapter. Ein Teil wird mit dem AV-Verstärker verbunden, der andere mit dem Subwoofer. Der USB-Anschluss des neuen Micro kann den Adapter am Subwoofer mit Strom versorgen, sodass dort nicht noch eine zusätzliche Steckdose dafür nötig ist.
Fazit
Lohnt sich der Wechsel vom bisherigen 3000 Micro?
Hier muss man ehrlich bleiben: Wer den bisherigen SVS 3000 Micro besitzt und mit seinem Bass zufrieden ist, braucht nicht allein wegen der neuen Generation sofort zu wechseln. Bei einer kurzen Hörprobe nach der Einmessung war für uns kein riesiger klanglicher Sprung gegenüber dem Vorgänger festzustellen.
Die Vorteile des Revolution liegen vor allem in der automatischen Einmessung, dem besser ablesbaren Display, den zusätzlichen XLR-Anschlüssen und den erweiterten Möglichkeiten rund um den Wireless-Adapter. Ob genau diese Punkte einen Wechsel rechtfertigen, hängt von der eigenen Anlage und dem Raum ab.
Wer hingegen neu nach einem Subwoofer sucht, bekommt hier ein spannendes Gesamtpaket: kompakte Abmessungen, für die Größe kräftigen Bass und eine Bauform, die sich leichter in einen Wohnraum integrieren lässt als ein großer Subwoofer. Den 3000 Micro Revolution gibt es auch in Hochglanz-Schwarz.
Unser Rat bleibt deshalb derselbe wie am Anfang: Nicht nach Gehäusegröße kaufen, sondern nach dem Ergebnis im Raum. Wer sich die Einmessung nicht selbst zutraut, kann dafür auch professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen. Unser Partner Holger von der Krone bietet hier die Raumeinmessung vor Ort an. Auf seiner Seite VDK-Akustik präsentiert er sein Können und erklärt die Vorgehensweise.
Ein gut platzierter und sauber eingestellter Subwoofer macht im Heimkino schließlich den Unterschied.
Heimkino geplant? Wir sind für Sie da!
Ob erste Idee oder konkrete Umsetzung – wir unterstützen Sie persönlich und mit Erfahrung.