Rettet das Zelluloid - bevor es digital weitergeht

 

 

 

 

Offen gesagt, schaue ich mir mitlerweile ungern Filme im Kino an.

Speziell wenn der Film auf einer 35 mm Kopie vorliegt. Was da in den letzten Jahren in die Kinos geliefert wurde, war einfach eine Katastrophe. Unscharf, teilweise je nach Rolle unterschiedliche Farben, zerkratztes Bild - alles weit weg von der Qualität des Originals. Wenn man dann Fachleute aus der Szene fragte, hörte man häufig, dass die Filmstudios auch bei der Kopienerstellung sparen und hier die Qualität nicht mehr so im Vordergrund stehen würde.

Daher achte ich mitlerweile schon etwas häufiger darauf, ob der Film in digitaler oder analoger Qualität gezeigt wird.

Es gibt hier in Deutschland einen kleinen Kreis von Filmliebhabern, die auf welchen Wegen auch immer, solche Zelulloid Kopien sammeln. Wenn ich schreibe "welchen Weg auch immer" dann ist die Beschaffung häufig die grösste Herausforderung.

Hier muss man gute Kontakte zu den Studios, Verleihern und in die Szene haben, um an diese raren Stücke zu kommen.

Allerdings ist das Hobby auch mit viel Aufwand verbunden.

Stellen Sie sich mal vor, was Sie alleine für einen Platz benötigen, um solche Rollen zu lagern. Und wie verdammt schwer so eine einzelne Rolle ist. Gewichtsklassen von 40 - 70 Kilo kommen da schnell zusammen. Pro Film!!

Da sollten Sie vor dem Einlagern auch mal den Statiker fragen.

Und zuguterletzt wird ja auch der Original 35 mm Projektor benötigt. Wenn Sie so ein Teil im Original gesehen haben, können Sie sich sicher vorstellen, was der für ein Gewicht auf die Waage bringt. Da kommen schnell ein paar 100 Kilo zusammen.

Alles in allem ein doch sehr aufwendiges und mühsames Hobby. Und da die digitale Technik nun mitlerweile auch in den Kinos Einzug hält, ist abzusehen, dass dieses Hobby irgendwann Nachschubprobleme in Bezug auf die Filmrollen bekommt.

Ich habe in den letzten Jahren schon häufig mit Filmliebhabern aus dieser Szene Kontakt gehabt. Aber häufig blieb es bei einem "reinschauen" und prüfen, wie weit denn die digitale Technik für die eigenen 4 Wände ist.

Das hat sich seit Bezahlbarkeit der DILA und der SXRD Technik geändert. Seit dieser Zeit wird schon anerkennend festgestellt, dass diese Projektoren eine Alternative auch für 35 mm Fans sind.

Und so gab es mal wieder vor einiger Zeit ein interessantes Gespräch mit einem "Vertreter" der 35 mm Heimkinoszene in unseren Studios.

Das Ergebnis war, dass in diesem Kino nun auch zusätzlich ein JVC HD 350 im Einsatz ist.

Einen interessanten Bericht aus der Zeitschrift  "Videokamera objektiv, Heft 3/4-201" (www.objektiv.org), geschrieben von dem bekannten Journalisten Ulrich von Loehneysen (www.loehneysen.de) , der auch viel für die AudioVision schreibt, behandelt dieses Thema - "Rettet das Zelluloid".

Viele Archive werden derzeit neu organisiert und da landet doch tatsächlich manche Rolle auf dem Müll und der Film ist teilweise damit auch komplett ausgelöscht.

Lesen Sie hier den interessanten Artikel, der mit freundlicher Genehmigung als PDF veröffentlicht werden darf.

Editorial Ulrich von Loehneysen *.pdf

Rettet das Zelluloid * pdf

Viel Spass beim Lesen.

Ihr Patrick Schappert

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