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IP-Steuerung für den Lumagen Radiance Pro: Das LANinterface im Überblick

Zubehör & Produktvorstellung

LUMAGEN LAN-Interface: Videoprozessor bequem per IP steuern

Für Besitzer eines LUMAGEN Radiance Pro gibt es ein sinnvolles Upgrade: das LAN-Interface. Das kleine Zwischenmodul bringt den Videoprozessor ins Netzwerk und macht aus der bisherigen RS232-Anbindung eine moderne IP-Steuerung. Damit wird der LUMAGEN nicht plötzlich zu einem anderen Gerät, aber seine Bedienung und Statusanzeige werden deutlich komfortabler.

LUMAGEN Radiance Pro LAN-Interface IP-Steuerung PoE CRESTRON Videoprozessor
Zubehör für LUMAGEN Videoprozessor. Was kann es? Wie funktioniert es?

Statt ausschließlich mit einer umfangreichen Fernbedienung und dem eher funktionalen On-Screen-Menü zu arbeiten, lässt sich der Radiance Pro über eine Browseroberfläche auf Smartphone, Tablet oder Computer erreichen. Das ist gerade im hochwertigen Heimkino eine ausgesprochen elegante Lösung.

Was ist es

Was ist das LUMAGEN LAN-Interface?

Das LAN-Interface ist ein Netzwerk-Interface zur Nachrüstung eines LUMAGEN Radiance Pro. Es wird an der vorhandenen RS232-Schnittstelle des Videoprozessors angeschlossen und stellt die Verbindung zum lokalen Netzwerk her.

Die Idee dahinter ist simpel: Der LUMAGEN bleibt der LUMAGEN, erhält aber einen zeitgemäßen Zugriff per IP. So können wichtige Funktionen, Statusinformationen und die Fernbedienung über eine aufgeräumte Weboberfläche genutzt werden.

Anschluss

So wird das Interface angeschlossen

Die Nachrüstung erfolgt über die seitliche RS232-Schnittstelle des LUMAGEN Radiance Pro. Zwischen Prozessor und Netzwerk sitzt das LAN-Interface als kompaktes Zwischenmodul.

Wichtig ist dabei die Stromversorgung: Das Interface benötigt Power over Ethernet, kurz PoE. Dafür gibt es zwei typische Möglichkeiten:

Einen PoE-fähigen Netzwerk-Switch

Einen separaten PoE-Injektor, der Strom über das Netzwerkkabel einspeist

Ein normales LAN-Kabel allein genügt also nicht, sofern der verwendete Switch kein PoE bereitstellt. Ist die Stromversorgung geklärt, steht dem Netzwerkzugriff auf den LUMAGEN nichts mehr im Weg.

 

Bedienung

Bedienung über Browser, Tablet oder Smartphone

Nach der Einbindung ins Netzwerk wird der LUMAGEN über seine IP-Adresse im Webbrowser aufgerufen. Das funktioniert auf Tablet, Smartphone oder Rechner. Wer mag, kann die Webadresse auch als Shortcut auf dem Homescreen ablegen. Dann sieht der Zugriff fast wie eine eigene App aus, öffnet technisch aber einfach die Browseroberfläche.

Smartphone-Ansicht mit LUMAGEN-Steueroberfläche und Tasten

Das ist insbesondere dann angenehm, wenn man keine klassische Fernbedienung mit sehr vielen Tasten verwenden möchte. Die Oberfläche bietet wichtige Bedienelemente übersichtlich an und erlaubt eine direkte Steuerung per IP.

Funktionen

Diese Funktionen stehen über die IP-Oberfläche bereit

Über das LAN-Interface lässt sich der LUMAGEN einschalten und bedienen. Die Oberfläche stellt dafür verschiedene Tasten der regulären Fernbedienung bereit, einschließlich eines Steuerkreuzes zur Navigation durch die bekannten LUMAGEN-Menüs. Zu den verfügbaren Funktionen gehören unter anderem:

Ein- und Ausschalten des LUMAGEN Radiance Pro

Anzeige der aktiven Eingänge

Zugriff auf das HDR-Setup

Navigation durch Menüs mit dem Steuerkreuz

Anzeige des aktuell anliegenden Signals und ausgewählter Formate

Firmware-Updates direkt über die Browseroberfläche

Firmware-Updates werden einfacher zugänglich

Ein besonders praktischer Punkt ist die Möglichkeit, Firmware-Updates über die Weboberfläche anzustoßen. Damit wird ein zentraler Wartungsschritt direkt über das Netzwerk erreichbar.

Update

Gerade bei einem Videoprozessor, der in eine komplexe Heimkino-Installation eingebunden ist, ist ein klar erreichbarer Update-Zugang ein echter Komfortgewinn.

Status

Statusinformationen ohne eingeblendetes Bildmenü

Eine der schönsten Eigenschaften der IP-Anbindung ist die kompakte Statusübersicht. Sie zeigt, welches Signal aktuell anliegt und welche Formate aktiv sind, ohne dass dafür das LUMAGEN-Menü auf Leinwand oder Fernseher eingeblendet werden muss.

Das ist keine neue Bildverarbeitungsfunktion des Radiance Pro. Der Mehrwert liegt vielmehr in der Übersichtlichkeit und Zugänglichkeit. Informationen, die bislang nur über das eher technisch wirkende Bildschirmmenü erreichbar waren, stehen nun in einer moderneren Ansicht bereit.

OSD

Der bekannte LUMAGEN-Auftritt auf dem Bildausgabegerät ist funktional, erinnert optisch aber eher an klassische DOS-Menüs. Die Netzwerkoberfläche wirkt deutlich zeitgemäßer und passt besser zu einer modernen Heimkino-Steuerung.

Einstellungen

Kann man Einstellungen direkt verändern?

Das LAN-Interface ersetzt nicht jede Einstellmöglichkeit durch eigene Web-Regler. Direkte Parameteränderungen innerhalb der Oberfläche sind nicht der Kern des Systems. Stattdessen stellt sie Bedienelemente zur Verfügung, mit denen sich durch die vorhandenen LUMAGEN-Menüs navigieren lässt. Praktisch bedeutet das:

Die Fernbedienungsfunktionen lassen sich komfortabel per IP nutzen

Menüs können mit dem Steuerkreuz bedient werden

Die eigentlichen Einstellungen werden weiterhin über die vertraute LUMAGEN-Menüstruktur vorgenommen

Das Interface ist daher kein Ersatz für die Bildverarbeitung oder PROFI-Kalibrierung des Radiance Pro. Es ist ein Komfort- und Integrationsupgrade für Steuerung, Überblick und Wartung.

Integration

Integration in Steuerungssysteme

Für die professionelle Heimkino-Integration ist die IP-Steuerung besonders interessant. Bereits verfügbar ist ein CRESTRON-Treiber. Zusätzlich wird an einem CONTROL4-Treiber gearbeitet. Damit eröffnet das LAN-Interface eine wesentlich bessere Einbindung in automatisierte Steuerungsumgebungen.

Das ist relevant, wenn der LUMAGEN gemeinsam mit Projektor, Leinwand, AV-Komponenten und Licht über eine zentrale Steuerung bedient werden soll. Die Netzwerkverbindung schafft hier die Grundlage, um den Videoprozessor in ein modernes Bedienkonzept zu integrieren.

Zielgruppe

Für wen lohnt sich das LAN-Interface?

Das Interface richtet sich ganz klar an LUMAGEN-Fans, die ihren vorhandenen Radiance Pro komfortabler bedienen und besser in ihr Netzwerk einbinden möchten. Besonders sinnvoll ist es für alle, die:

den LUMAGEN per Smartphone, Tablet oder Browser steuern möchten

eine übersichtliche Anzeige der aktuellen Signalinformationen wünschen

Firmware-Updates über das Netzwerk erledigen möchten

eine klassische Fernbedienung mit vielen Tasten vermeiden wollen

den Radiance Pro in CRESTRON oder künftig weitere Steuerungssysteme integrieren möchten

eine elegante Ergänzung für ein hochwertiges Heimkino suchen

Preis

Preis und Verfügbarkeit

~599 € Preis des LAN-Interface

Voraussetzung: LUMAGEN Radiance Pro mit RS232-Anbindung

Stromversorgung über PoE-Switch oder PoE-Injektor

Das LUMAGEN LAN-Interface ist verfügbar und liegt preislich bei etwa 599 Euro. Voraussetzung für den Betrieb ist neben dem LUMAGEN Radiance Pro die passende RS232-Anbindung sowie eine PoE-Stromversorgung über einen PoE-Switch oder PoE-Injektor.

Unterm Strich ist das LAN-Interface kein Spielzeug ohne Zweck, sondern eine sehr praktische Erweiterung. Es macht den LUMAGEN Radiance Pro nicht leistungsfähiger bei der Bildverarbeitung, aber erheblich moderner in der täglichen Bedienung, Statuskontrolle und Systemintegration.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zum LUMAGEN LAN-Interface

Was macht das LUMAGEN LAN-Interface genau?

Das LAN-Interface ist ein Netzwerk-Interface, das an der RS232-Schnittstelle eines LUMAGEN Radiance Pro angeschlossen wird und den Videoprozessor ins lokale Netzwerk bringt. Dadurch lässt sich der LUMAGEN per IP über eine Browseroberfläche bedienen, statt nur über Fernbedienung und On-Screen-Menü.

Welche Stromversorgung benötigt das Interface?

Das LAN-Interface wird per Power over Ethernet (PoE) versorgt. Dafür ist entweder ein PoE-fähiger Netzwerk-Switch oder ein separater PoE-Injektor notwendig, der den Strom über das Netzwerkkabel einspeist. Ein normales LAN-Kabel ohne PoE reicht nicht aus.

Welche Funktionen sind über die IP-Oberfläche verfügbar?

Über die Weboberfläche lassen sich der LUMAGEN ein- und ausschalten, aktive Eingänge und Signalformate anzeigen, das HDR-Setup aufrufen, Menüs per Steuerkreuz navigieren und Firmware-Updates direkt über den Browser anstoßen. Zusätzlich kann der Anwender über die Weboberfläche auch direkt die Eingänge wechseln, ebenso die MEM A, B, C und D, ausserdem alle Aspect Ratios, NLS, Untertitel-Positionen, Auto Aspect On/Off und Input/Output- Restart, falls mal kein Bild kommt. Laut Hersteller sollen weitere Funktionen in Zukunft zur Verfügung gestellt werden.

Kann man Bildeinstellungen direkt über die Weboberfläche ändern?

Nein, das LAN-Interface ersetzt die LUMAGEN-Menüstruktur nicht durch eigene Web-Regler. Es stellt Bedienelemente bereit, mit denen man komfortabel durch die bestehenden Menüs navigiert. Bildverarbeitung und PROFI-Kalibrierung erfolgen weiterhin über die gewohnten LUMAGEN-Einstellungen.

Lässt sich das LAN-Interface in Steuerungssysteme wie CRESTRON integrieren?

Ja, für CRESTRON steht bereits ein Treiber zur Verfügung, ein CONTROL4-Treiber ist in Arbeit. Damit lässt sich der LUMAGEN Radiance Pro sauber in automatisierte Heimkino-Steuerungen neben Projektor, Leinwand und AV-Komponenten einbinden.

Was kostet das LUMAGEN LAN-Interface?

Das LAN-Interface liegt preislich bei etwa 599 Euro. Voraussetzung ist ein LUMAGEN Radiance Pro mit RS232-Schnittstelle sowie eine PoE-Stromversorgung über Switch oder Injektor.

Über den Autor

Dennis Feiler, Prokurist, Verkaufs- & Projektleiter bei GROBI.TV

Dennis Feiler

Prokurist, Verkaufs- & Projektleiter bei GROBI.TV

Dennis Feiler ist seit 2012 Teil des Teams von GROBI.TV und verantwortet als Prokurist sowie Verkaufs- und Projektleiter die Planung und Umsetzung anspruchsvoller Heimkino- und AV-Projekte. Dabei begleitet er Kunden von der ersten Beratung über die technische Konzeption bis hin zur finalen Realisierung.

Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Heimkino, Projektoren, Laser TV, Audio, AV-Integration sowie der Planung individueller Medienräume. Darüber hinaus verfügt er über umfassende Erfahrung mit professionellen Bild- und Tonoptimierungen sowie komplexen Lösungen von Trinnov Audio und madVR Labs.

Durch seine langjährige Praxiserfahrung kennt Dennis Feiler die Anforderungen unterschiedlichster Projekte – vom Wohnzimmerkino bis zum exklusiven High-End-Heimkino. Sein Anspruch ist es, für jede Anwendung eine technisch und wirtschaftlich optimale Lösung zu entwickeln und Kunden kompetent bei der Auswahl der passenden Produkte zu begleiten.

Seit 2012 bei GROBI.TV – Ansprechpartner für anspruchsvolle Heimkino- und AV-Projekte, professionelle Bild- und Tonoptimierung sowie High-End-Lösungen von Trinnov Audio und madVR Labs.

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