Wie hören sich Klipsch Lautsprecher nach einer Heimkino-Optimierung an?
Kundenheimkino & Optimierung
Wie hören sich Klipsch Lautsprecher nach einer Heimkino-Optimierung an?
Ein Heimkino ist nie wirklich fertig – erst recht nicht, wenn die Basis schon richtig gut ist. In diesem Klipsch-Heimkino in Meerbusch wurde kräftig umgebaut, neu eingemessen und an entscheidenden Stellen optimiert. Kein komplett neuer Raum, aber klanglich fühlt es sich fast genau danach an. Unser Partner Holger von der Krone war vor Ort und hat den Raum klanglich optimiert. Sehen Sie auch sein Video.
Die wichtigsten Themen bei diesem Umbau waren klar: mehr und kontrollierter Bass, eine geschlossenere Front, bessere Surround-Umhüllung, bequemere Sitzplätze und ein deutlich stärkeres Bild. Nach der Optimierung steht fest: Das Upgrade hat sich gelohnt.
Bass
Vom DBA zum Multisub-System
Der größte Eingriff fand im Bassbereich statt. Ursprünglich war ein DBA (Double Bass Array) im Einsatz. Bei der Raumgröße und der vorhandenen Subwoofer-Bestückung war jedoch schnell klar, dass ein anderes Konzept sinnvoller sein könnte. Statt das bisherige DBA weiterzuführen, wurde auf ein Multisub-System umgestellt – die Subwoofer werden über eine separate Endstufe versorgt und nach der Messung passend auf den Raum abgestimmt.
Die Überlegung dahinter war einfach: Mehrere 12-Zoll-Subwoofer können in einem größeren Raum zwar bereits ordentlich arbeiten, aber für mehr Reserven und gleichmäßigeren Tiefton lohnt sich eine sorgfältige Verteilung und Einmessung. Der erste Höreindruck nach der Optimierung war eindeutig:
Mehr Druck im Tieftonbereich
Weiterhin knackige und präzise Impulse, etwa bei Schießereien
Kein Eindruck von schwammigem oder überzogenem Bass
Mehr Fundament, ohne dass die Trockenheit verloren geht
Hier ist unser Video mit Holger von der Krone (Holger2)
Endstufen
Neue Endstufenverteilung für die Lautsprecher
Auch bei der Verstärkung wurde umgebaut. Für die untere Ebene kam eine neue Mehrkanal-Endstufe hinzu, welche die sieben Kanäle auf Ohrhöhe versorgt. Die Lautsprecher der oberen Ebene werden weiterhin über den Denon AVC-X8500 Receiver versorgt.
Die technische Umstrukturierung war nicht nur eine Frage der Leistung. Wenn ein Heimkino neu eingemessen wird, lohnt es sich, die gesamte Signalkette kritisch anzusehen: Lautsprecherpositionen, Pegel, Laufzeiten, Bassmanagement und die Verteilung der Verstärkung müssen am Ende als Gesamtpaket funktionieren.
Hier hat sich der Aufwand besonders bei der räumlichen Darstellung bemerkbar gemacht. Die Umhüllung durch den Ton ist nach dem Umbau deutlich besser geworden. Effekte kommen stärker von allen Seiten, ohne aufdringlich oder unpräzise zu wirken.
Front
Eine geschlossene Klipsch-Front hinter der Leinwand
Ein besonders wichtiges Upgrade betrifft die Frontlautsprecher. Hinter der Leinwand sitzt jetzt ein weiterer Klipsch F3. Damit besteht die Front aus drei möglichst gleichartigen Lautsprechern, statt einen liegenden Center als Kompromiss einzusetzen. Drei identische Lautsprecher für links, Mitte und rechts sorgen für eine stimmige Klangfarbe und ein gleichmäßigeres Abstrahlverhalten – gerade bei Filmton, wenn Stimmen, Musik und Effekte über die gesamte Front wandern.
Der Unterschied ist direkt hörbar:
Dialoge wirken präsenter
Stimmen haben mehr Körper und Klarheit
Die Front spielt homogener
Der Center fügt sich natürlicher in das Gesamtbild ein
Der Einbau war kein kleiner Handgriff: Die Leinwand war tief in die Wand integriert, also musste zunächst die vorhandene Konstruktion ausgebaut werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn eine saubere Front mit drei passenden Lautsprechern ist im Heimkino immer eine starke Grundlage.
Surround
Surround-Lautsprecher höher gesetzt
Auch die seitlichen Lautsprecher wurden noch einmal versetzt und etwa 15 Zentimeter höher positioniert. Solche vermeintlich kleinen Änderungen können erstaunlich viel bewirken, besonders wenn Sitzpositionen und Raumgeometrie nicht ganz ideal zum bisherigen Aufbau passen. Durch die neue Höhe wirkt das Surroundfeld freier: Der Ton kommt besser von den Seiten und wird weniger durch Kopfstützen oder Sitzmöbel beeinflusst.
Das Klipsch-Setup bleibt dabei konsequent aufgebaut:
Gleiche Lautsprecher auf der oberen Ebene
Passende Lautsprecher für die Surround-Kanäle
Etwas größere hintere Lautsprecher
Aufeinander abgestimmte Klipsch-Charakteristik im gesamten Raum
Die hinteren Lautsprecher wurden bereits früher selbst umgebaut und ließen sich deshalb vergleichsweise unkompliziert neu positionieren. Jetzt sitzen sie nicht nur klanglich sinnvoller, sondern fügen sich auch optisch besser in die ansteigende Linie des Raumes ein.
Sitzmöbel
Neue Sitzmöbel für mehr Komfort und besseren Klang
Die bisherigen Einzelsitze sind komplett rausgeflogen, an ihrer Stelle steht jetzt ein neues Sofa. Das ist zunächst ein Komfort-Upgrade, aber im Heimkino geht es eben nie nur um Gemütlichkeit: Die alten IKEA-Sitze waren mit der Zeit nicht mehr bequem genug, und hohe oder ungünstig geformte Sitzlehnen beeinflussen den Klang. Wenn Kopf, Ohren und Lautsprecher teilweise abgeschirmt werden, leidet vor allem die Wahrnehmung von Surround-Effekten.
Mit dem neuen Sofa sitzt man entspannter und hat gleichzeitig mehr akustische Freiheit rund um den Kopf. Das trägt ebenfalls dazu bei, dass Effekte besser von allen Seiten wahrgenommen werden.
Bild
Mehr Bildtiefe mit dem Valerion VisionMaster
Neben dem Ton wurde auch das Bild aufgewertet: Der bisherige JVC X7900 wurde durch einen Valerion VisionMaster ersetzt. Der Unterschied fällt unmittelbar auf: deutlich mehr Helligkeit und sichtbar mehr Bildtiefe.
Deutlich mehr Helligkeit
Sichtbar mehr Bildtiefe
Mehr Punch, lebendigeres Gesamtbild
Gerade in einem dedizierten Heimkino ist das eine spannende Veränderung: Mehr Helligkeit lässt das Bild nicht nur kräftiger erscheinen, sondern kann auch die wahrgenommene Plastizität verbessern. Der Projektorwechsel war damit kein kleines kosmetisches Upgrade, sondern ein klarer Schritt nach vorn.
Raum
Podest, Leinwandhöhe und Raumwirkung
Der Raum selbst ist weiterhin sehr gelungen aufgebaut. Das Podest in der ersten Reihe bringt bereits ordentlich Höhe mit, ungefähr 30 Zentimeter. Dadurch bleibt die Sitzposition trotz relativ hoch angeordneter Leinwand angenehm mittig zum Bild.
Solche Details machen im Heimkino enorm viel aus. Eine hohe Leinwand kann problematisch sein, wenn man ständig nach oben schauen muss. Mit einer erhöhten Sitzreihe und sinnvoll geplanten Sichtachsen kann sie dagegen sehr gut funktionieren – und auch die neuen Lautsprecherpositionen folgen der Raumlinie am Ende stimmig.
Baustellen
Weitere Baustellen: Kabel, Licht und Bodyshaker
Ein Heimkino bleibt ein Projekt. Ein Kabel muss noch ersetzt werden, nachdem es offenbar irgendwo auf dem Weg beschädigt wurde – dafür wird wohl noch einmal der Weg aufs Dach nötig sein, um die Ursache zu finden.
Auch bei der Beleuchtung gibt es bereits Veränderungen: Statt einer früheren Holzkonstruktion kommen nun Elemente zum Einsatz, die über eine Schiene bewegt werden können. Perspektivisch wäre sogar eine motorisierte Steuerung denkbar, damit sich Lichtstimmungen automatisch an Film und Nutzung anpassen.
Und dann liegen da noch die Bodyshaker. Über ihre Notwendigkeit kann man im Heimkino wunderbar diskutieren – hat man sich einmal an die zusätzliche körperliche Unterstützung im Bassbereich gewöhnt, möchte man sie oft nicht mehr missen. Der Einbau steht daher ebenfalls noch auf der Liste.
Fazit
Was nach der Optimierung wirklich besser ist
Nach der Einmessung durch unseren Partner Holger von der Krone von VDK-Akustik und den Umbauten lässt sich das Ergebnis ziemlich klar zusammenfassen:
Der Bass ist geblieben, aber mit mehr Druck
Die räumliche Umhüllung ist deutlich stärker geworden
Der Center und die gesamte Front spielen hörbar besser
Die Sitzpositionen sind bequemer und akustisch günstiger
Der neue Projektor liefert sichtbar mehr Helligkeit und Tiefe
Unterm Strich ist das Kino zwar noch immer dasselbe, aber klanglich hat es einen großen Schritt gemacht. Genau das ist das Schöne und gleichzeitig das Gemeine an diesem Hobby: Kaum ist etwas optimiert, möchte man am liebsten sämtliche Lieblingsfilme noch einmal sehen. Fertig ist ein gutes Heimkino schließlich nie – vielleicht folgt irgendwann eine noch größere Frontbestückung mit 15-Zoll-Lautsprechern, dazu eine neue Fernbedienung und weitere Automatisierung.
FAQ
Häufig gestellte Fragen zur Klipsch Heimkino-Optimierung
Was ist ein Multisub-System und warum wurde vom DBA umgestellt?
Bei einem Multisub-System werden mehrere Subwoofer über eine separate Endstufe versorgt und individuell auf den Raum eingemessen, statt wie beim Double Bass Array (DBA) zwei identische Subwoofer-Arrays an gegenüberliegenden Wänden zu betreiben. Bei dieser Raumgröße und Subwoofer-Bestückung lieferte das Multisub-Konzept mehr Reserven und einen gleichmäßigeren, kontrollierteren Tiefton.
Warum wurde ein dritter Klipsch F3 hinter der Leinwand verbaut?
Damit besteht die Front aus drei identischen Lautsprechern für links, Mitte und rechts, statt einem liegenden Center als Kompromiss. Das sorgt für eine stimmigere Klangfarbe, ein gleichmäßigeres Abstrahlverhalten und eine glaubwürdigere Bewegung von Stimmen und Effekten über die gesamte Front.
Welche Vorteile bringt der Wechsel zum Valerion VisionMaster?
Im Vergleich zum vorherigen JVC X7900 liefert der Valerion VisionMaster deutlich mehr Helligkeit und sichtbar mehr Bildtiefe. Das Bild wirkt dadurch kräftiger, plastischer und insgesamt lebendiger.
Warum wurden die Surround-Lautsprecher höher positioniert?
Die seitlichen Lautsprecher wurden rund 15 Zentimeter höher gesetzt, damit der Ton weniger durch Kopfstützen oder Sitzmöbel beeinflusst wird. Dadurch wirkt das Surroundfeld freier und die räumliche Umhüllung ist deutlich präsenter.
Lohnt sich der nachträgliche Einbau von Bodyshakern?
Bodyshaker sind kein Muss, aber eine beliebte Ergänzung für mehr körperlich spürbaren Bass. Hat man sich einmal an die zusätzliche Unterstützung im Bassbereich gewöhnt, möchte man sie häufig nicht mehr missen.
Über den Autor

Patrick Schappert
Geschäftsführer & Mitgründer von GROBI.TV
Patrick Schappert gründete GROBI.TV im Dezember 1999 gemeinsam mit seinem Bruder Dirk Schappert in Kaarst bei Düsseldorf. Seit mehr als 25 Jahren steht GROBI.TV für persönliche Beratung, praxisnahe Vorführungen und individuelle Lösungen rund um Heimkino, Beamer, Bildtechnik und intelligente Steuerung – dazu gehört auch die Planung und Optimierung von Kundenheimkinos wie diesem Klipsch-Setup in Meerbusch.
Als Geschäftsführer leitet Patrick Schappert das Tagesgeschäft und ist vielen Heimkino-Interessierten aus den GROBI.TV-Videos auf YouTube bekannt. Dabei steht er nicht allein: Hinter GROBI.TV arbeitet in Kaarst ein kompetentes Team, das langjährige Praxiserfahrung, technisches Fachwissen und Begeisterung für individuelle AV-Lösungen gemeinsam in Beratung und Projektrealisierung einbringt.
Für sein unternehmerisches Wirken wurde Patrick Schappert 2022 von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kaarst als Unternehmer des Jahres ausgezeichnet.
Mehr als 25 Jahre Erfahrung – unterstützt durch ein fachkundiges GROBI.TV-Team für Beratung, Vorführung, Planung und individuelle Heimkino- sowie AV-Lösungen.
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